Warnsysteme des eigenen Körpers frühzeitig erkennen

Warnsysteme des eigenen Körpers frühzeitig erkennen

Wenn dein Körper dir sagt, wann es genug ist

Seit Donnerstagabend liege ich durch eine Erkältung komplett ausgeknockt zuhause, im Bett, auf dem Sofa, auf dem Balkon. Alle Termine habe ich abgesagt. Ich schlafe und lese und denke nach. Auch darüber, warum ich mal wieder alle Warnzeichen meines Körpers überhört habe. Kennst du diesen Moment und das Gefühl, in dem dir klar wird, dass es einfach zu viel ist? Du völlig energielos bist und schon früher die Reissleine hättest ziehen müssen? Oder kannnst du die Warnsysteme deines Körpers frühzeitig deuten?

Ich stand in den letzten Wochen ordentlich unter Strom. Es stand Einiges an. Ich habe mich relativ kurzfristig dafür entschieden meinen zweiten Yoga-Kurs im Yoga Centrum Erding rauszubringen. Einen 6-Wochen Kurs Yin Yang Yoga, eine sanfte Praxis, die gerade auch für Anfänger gut geeignet ist. Dafür wollte eine Kursbeschreibung erstellt sein, ein Aushang designt und in Druck gegeben werden. Und schließlich auch noch ein Design für die diversen Online-Kanäle erstellt sein um mein Angebot darüber zu platzieren. Parallel dazu lief noch meiner erster Kurs im Yogastudio, meine eigenen festen Kurse von zuhause und im Fitnessstudio. Urlaubsbedingt habe ich die Vertretung weiterer Yoga-Kurse im Fitnessstudio angenommen. Und dann ist da auch noch der Bürojob.

Erste Warnzeichen frühzeitig wahrnehmen und darauf reagieren

Dass was nicht stimmt, merkte ich schon vor drei Wochen als ich immer weniger Lust bekam auf all meine ToDos. Alles wurde zu einem Ballast. Dinge, die mir sonst Spaß machen, begannen mich zu stressen. Das Blog-Schreiben habe ich daher komplett ausgesetzt und mich mit Mühe und Not auf das Notwendigste, das Vorbereiten und Umsetzen meiner Kurse fokussiert.

Als ich dann vor zwei Wochen wegen einer Kleinigkeit einen regelrechten Schreianfall gegenüber meinem Rechner bekommen habe, weil etwas nicht so funktionierte, wie ich es mir in dem Moment vorgestellt habe… spätestens da hätte ich reagieren sollen.
Doch es lief weiter, weil es „musste“. Es musste ja alles fertig werden. Ich musste die Kurse geben, weil ich mich dafür entschieden und eingetragen hatte. Das nächste Warnzeichen lies also nicht lange auf sich warten, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Erschöpfung, Müdigkeit… eine Erkältung.

Ich gönnte mir zwei Tage Ruhe, mehr oder weniger, soweit eben möglich, weil es gab ja doch noch einige Dinge zu erledigen. Und am Wochenende stand schließlich der seit 4 Monaten geplante Alm-Besuch an, mit meinen zwei Alm-Kolleginnen vom letzten Jahr, auf den ich mich wirklich gefreut hatte. Also keine Zeit für eine lange Erkältung. Und es bzw. ich funktionierte auch noch eine ganze Woche. Bis Ende der Woche dann die Symptome immer stärker, immer präsenter wurden.

Wenn du es selbst nicht bemerkst und etwas änderst, zwingt dich dein Körper irgendwann dazu.

Nun sitze ich also bereits seit 4 Tagen zuhause, habe alle Kurse abgesagt und ruhe mich aus, weil einfach nichts mehr geht. Und es tut gut, nichts tun zu müssen. Auch wenn meinem Verstand zwischendrin immer wieder einfällt, was noch zu tun wäre. Mein Körper macht einfach gerade nicht mit.

Krankheitssymptome als Warnsystem des Körpers

Erst vor einigen Wochen habe ich dazu ein spannendes Interview gehört mit Kurt Trepperwein im Podcast von Tobias Beck „Der Weg zu dir selbst – Dein Schicksal liegt in deinen Händen“. Kurt Trepperwein ist knappe 80 Jahre und ein unglaublich inspirierender Mann. Ich kann dir den ganzen Podcast sehr ans Herz legen.

Darin ging es jedenfalls u.a. über die Warnsysteme des Körpers. Darüber dass ein Symptom keine Krankheit, sondern ein Hinweis ist. Ein Hinweis über eine bestehende Disharmonie in unserem System, unserem Körper. Das Symptom soll uns Aufschlüsse über den aktuellen Mangel geben und sagen, was zu tun ist. Hören wir darauf und handeln danach, verschwindet das Symptom wieder.

Nach Kurt Trepperwein gibt es 4 Warnstufen des Körpers:

Warnstufe 1 ist die geistige Erkenntnis etwas verändern zu wollen. Ein erster Gedanke, dass etwas nicht stimmt, sich nicht gut anfühlt.
Ignorieren wir den Gedanken kommt die Warnstufe 2, ein Symptom. Das kann sein ein Hautjucken, ein Ausschlag, eine Begrenzung der Beweglichkeit, Schlafmangel, Erschöpfung, sicherlich auch eine Erkältung.
Wenn wir dann nicht aktiv hinterfragen, warum es zu dem Symptom kam, uns fragen, was braucht mein Körper eigentlich gerade. Stattdessen „nur“ Medikamente einnehmen und einfach so weitermachen wie bisher, dauert es nicht lange bis zur Warnstufe 3, dem Schmerz. Bei weiterer Symptombehandlung durch Schmerzmittel statt in die Ursachenforschung zu gehen ist es nur eine Frage der Zeit bis zur Stufe 4: Der Schmerz wird chronisch, im schlimmsten Fall entsteht Krebs oder es führt zu einem Herzinfarkt.

Harte Worte, wie ich finde. Sollten wir wirklich selbst dafür verantwortlich sein? JA. Ich glaube daran. Ich glaube, dass wir bis zu einem sehr großen Grad selbst beeinflussen können, was uns widerfährt. Unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden, unsere Beweglichkeit, unser Energielevel, all das liegt in unserer eigenen Verantwortung.

Sich erlauben im Zweifel auch bereits getroffene Entscheidungen zu revidieren

Frag dich selbst: Wie gehst du um mit deinem Körper? Hörst du die Signale, die er dir sendet? Oder werden sie durch dein Alltagsrauschen übertüncht?

Lasst uns lernen, bewusster auf unseren Körper zu hören. Aufhören, die Zeichen unseres Körpers weiter zu ignorieren, weil unser Verstand uns etwas anderes sagt. Oder unser Arbeitgeber. Die Gesellschaft oder wer auch immer. Nur du selbst weißt, was dein Körper braucht.

Finde es heraus mit diesem kurzen BodyScan

Nehme dir jetzt einen Moment Zeit, genau dort wo du dies liest und bist. Zuhause. Vielleicht auch in der Bahn, im Café. Nimm dir 4-5 Minuten Zeit. Wenn du zuhause bist, lege dich gerne auf den Boden, auf deine Yogamatte oder finde einen bequemen aufrechten Sitz, auch gerne auf einem Stuhl. Dann schließe für einen Moment deine Augen. Atme tief ein und aus. Ein. Und aus. Komme mit jedem Atemzug etwas mehr in die Ruhe.

Bringe Bewusstsein in deinen ganzen Körper. Von den Füßen bis zu deiner Scheitelkrone. Was spürst du? Werde zum Beobachter deines Körpers. Nimm wahr, ob in deinem Körper irgendwo ein Schmerz sitzt, vielleicht eine Verspannung, ein Gefühl der Enge. Vielleicht nimmst du an einer Stelle auch ein Gefühl der Leichtigkeit, der Wärme wahr. Wandere deinen Körper von unten nach oben. Langsam, doch ohne zu lange an einem Punkt zu verweilen. Beobachte ihn während du weiter bewusst ein- und ausatmest.

Dann bringe Bewusstsein in deine Emotionen. Welche Emotionen spürst du aktuell in dir? Bist du erschöpft? Unruhig? Frustriert? Traurig? Vielleicht bist du auch voller Freude und Dankbarkeit. Alles darf sein. Wo spürst du diese Emotion? Vielleicht in deiner Brust? Deinem Bauch? Beobachte und lass es sein. Atme weiter bewusst ein und aus.

Was würdest du dir jetzt wünschen? Für den jetzigen Moment? Welches Bedürfnis spürst du in dir? Was braucht dein Körper? Ruhe. Schlaf. Vielleicht ein heißes Bad. Oder Bewegung. Ein Spaziergang in der Natur?

Atme weiter bewusst ein und aus und bleibe noch einen Moment in dem Bewusstsein, in dieser Klarheit über deinen Körper, deine Emotion. Atem noch dreimal tief ein und aus und dann öffne langsam deine Augen und komme wieder zurück an den Ort, in den Raum, an dem sich dein Körper befindet.

Hinweise deines Körpers künftig frühzeitig erkennen

Je öfter wir in das Körperbewusstsein, in die Beobachterrolle gehen, umso leichter wird es uns fallen, die Hinweise unseres eigenen Körpers frühzeitig zu erkennen. Wir entwickeln ein besseres Gefühl für die eigenen Bedürfnisse und lernen danach zu handeln.
Auch gerade, wenn es dir nicht gut geht, du dich gestresst fühlst: Drück doch mal die Pause-Taste und verbinde dich mit deinem Körper.

Ich für mich werde künftig versuchen die Warnsysteme meines Körpers frühzeitiger zu erkennen. Vielleicht klappt es dann das nächste Mal auch ohne komplett ausgeknockt zu werden.

Ich wünsche dir alles Liebe!
Sandra

 

Rezept-Quickie: Süßkartoffel-Curry

Rezept-Quickie: Süßkartoffel-Curry

Hallo ihr Lieben, diese Woche gibt es einen Rezept-Quickie. Ein Rezept, dass ich die letzten Wochen immer mal wieder gekocht habt, weil es einfach lecker und schnell zubereitet ist. Meist hab ich dafür sogar alle Zutaten zuhause. Wenn auch du ein Fan der schnellen Küche bist und vielleicht sogar gerade Süßkartoffeln, Kichererbsen und Kidney-Bohnen zuhause hast, dann probiere diesen Rezept-Quickie doch einfach mal aus.    Springe zu Rezept

Das Süßkartoffel-Curry lässt sich super mit Reis, Quinoa, Hirse oder mit ayurvedischen Hirsebällchen kombinieren oder auch einfach als Ein-Topf-Gericht so essen. Und es eignet sich übrigens auch super als leichtes Abendessen, denn es kombiniert leichte Kohlenhydrathe und pflanzliche Eiweiße. Mehr dazu in meinem Blog-Artikel Ayurveda to go.

Ich befinde mich noch mehr oder weniger im Urlaub. Gerade auf Heimatbesuch. Genieße dort die Zeit mit meinen Eltern. Lasse mich bekochen mit der guten, wenn auch eher traditionellen Küche meiner Mama. Obwohl ich sehr gerne koche, ist es einfach purer Luxus, sich nur an den Tisch setzen zu dürfen. Danke Mama!

Heute stand ich allerdings dann doch schon am Herd, um für den Besuch meiner Patentante heute Nachmittag zum Kaffee den leckeren Schokocreme-Kuchen zu zaubern, den ich gleich genießen werde. Yummy!

Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Woche! Wenn ihr selbst auch im Urlaub seid, dann lasst es euch besonders gut gehen. Nächste Woche melde ich mich dann wieder mit mehr Text.

Alles Liebe!

 

Rezept-Quickie: Süßkartoffel-Curry mit Kichererbsen und Kidney-Bohnen, dekoriert mit Petersilie

Süßkartoffel-Curry

Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Gericht Hauptgericht
Portionen 2

Zutaten
  

  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Süßkartoffeln
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 400 g gehackte Tomaten
  • 1 TL Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1 TL Zimt
  • Salz und Peffer (nach Belieben)
  • 1 Glas Kichererbsen ca. 200g
  • 1 Glas Kidneybohnen ca. 200g
  • Petersilie (nach Belieben)

Anleitungen
 

  • Zwiebel klein schneiden und in Kokosöl glasig dünsten. Kurkuma zusammen mit dem Kreuzkümmel dazugeben und kurz mitbraten.
  • Den gepressten Knoblauch sowie die geschälten und klein geschnitten Süßkartoffel-Stücke mit in die Pfanne geben.
  • Mit Gemüsebrühe und gehackten Tomaten ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Masala und Zimt würzen.
  • Rund 15 Minuten einkochen lassen, so dass die Süßkartoffeln noch einen leichten Biss haben. Kichererbsen und Kidneybohnen abgießen, gründlich abspülen und mit in die Pfanne einrühren. Kurz erwärmen.
  • Anrichten und mit gehackter Petersilie garnieren.
Ayurveda to go – Ernährung leicht gemacht

Ayurveda to go – Ernährung leicht gemacht

Du bist dir unsicher, was bei all den Ernährungsratschlägen und -mythen noch gesund für dich ist? Vegetarisch? Vegan? Low Carb? Intervall-Fasten? Ich hatte eine Zeit, da wusste ich gar nicht mehr WAS und WANN ich das Wenige, was vermeintlich gut und gesund ist, essen sollte. Dabei ist die Ernährung so individuell wie dein Körper es ist. Abhängig von deinem eigenen Stoffwechsel, der Konstitution, wie man es im Ayurveda nennt.

Ich beschäftige mich in den letzten Monaten viel mit Ayurveda – dem Wissen vom Leben, wie es übersetzt heißt. Und umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Erklärungen finde ich: Darauf, warum ich früher von Joghurt mit Obst Blähungen bekommen habe. Warum ich generell rohe Lebensmittel, egal ob Obst und Gemüse, nicht gut vertrage.

Und sich ayurvedisch zu ernähren ist gar nicht so kompliziert und exotisch, wie du es vielleicht vermutest. Ich teile mit dir ein tolles Rezept für einen Abendsnack.    Springe zu Rezept

Die 3 Doshas

Doch nun nochmal zurück zur Konstitution. Was genau ist damit gemeint? Und woher weißt du, welche Konstitution du hast? Die Konstitution ist deine körperliche und seeliche Veranlagung. Im Ayurveda unterscheidet man 3 unterschiedliche Konstitutionen, die als Doshas bezeichnet werden:

  1. Kapha (die Erde)
  2. Vata (die Luft)
  3. Pitta (das Feuer)

Entscheidend für eine typgerechte Ernährung ist immer der Jetzt-Zustand der Doshas, der mit der entsprechenden Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel in Balance gebracht werden soll. Ganz nach dem Prinzip „Gegensätze gleichen sich aus“.

Folgenden Qualitäten lassen sich den 3 Doshas zuordnen:

  1. Kapha: schwer, feucht, unbeweglich, antriebslos, schleimig, süß, gewebeaufbauend, ölig
  2. Vata: leicht, trocken, kalt, rau, beweglich, sensibel, blähend, wechselhaft
  3. Pitta: sauer, heiß, gerötet, brennend, scharf, entzündlich, gereizt

Sind auf körperlicher oder mentaler Ebene mehrere dieser Qualitäten eines oder mehrerer Doshas ausgeprägt, weist das auf ein Ungleichgewicht hin. Die Speisen der gegensätzlicher Qualität können zu einem Ausgleich des Ungleichgewichts führen.

Überwiegend herrschen in unserem Körper mehrere Doshas vor, eines ist jedoch meist dominanter. Möchtest du herausfinden, welches das bei dir ist? Dann mache den kostenlosen Dosha-Test.

Grundregeln der ayurvedischen Ernährung

Auch ohne Konstitutionsbestimmung, gibt es einige Regeln, die es sich lohnt einzuhalten:

  1. In Ruhe essen und gut kauen: Ist der Körper entspannt, kann er alle Energie in die Verdauung geben. Und mit gut gekauter Nahrung hat die Verdauung nur noch die halbe Arbeit.
  2. In Maßen essen: Esse nicht bis zum Völlegefühl. Lasse noch etwas Platz in deinem Magen, damit die Verdauungsfunktion nicht gestört wird.
  3. Zu dem Mahlzeiten nicht trinken: Um das Verdauungsfeuer nicht zu löschen empfiehlt es sich 1 Stunde vor und nach dem Essen nichts zu trinken.
  4. Hochwertige Nahrungsmittel essen: Verwöhne deinen Körper mit frischen und am besten saisonalen und regionalen Lebensmittel, die du frisch zubereitest.
  5. Gekochte Nahrungsmittel bevorzugen: Selbst schwerverdauliche Nahrungsmittel können vom Körper in gekochtem Zustand besser aufgespalten und verwertet werden.
  6. Regelmäßig essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden: Gönnen deinem Körper Pausen zwischen den Mahlzeiten und esse erst dann wieder wenn der vorangegangene Mahlzeit vollständig verdaut ist (ca. 3-5 Stunden). Kaffee mit Milch zählt übrigens auch zu den Zwischenmahlzeiten.
  7. Auf den ausgewogenen Geschmack achten: Im Ayurveda enthält jede Mahlzeit alle sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb.
  8. Auf die richtigen Kombinationen achten: Frische Früchte nicht mit Gekochtem kombinieren. Saure Früchte nicht zusammen mit Joghurt oder Käse essen. Milch nicht gemeinsam essen mit Saurem und Salzigem, mit Fleisch, Fisch, Knoblauch, Rettich, Granatäpfeln, Blattgemüse, Senf, Sesamsamen, Basilikum oder Bananen.

Abendessen nach Ayurveda

Nun nochmal ganz konkret zur Ernährung und zu der Mahlzeit über die am meisten Uneinigkeit besteht, dem Abendessen. Es gibt Verfechter, die abends von Kohlenhydraten komplett abraten. Womit es das sog. Eiweißbrot in das Standardsortiment unserer Bäckereien geschafft hat. Andere empfehlen abends gar nichts mehr zu essen.

Was sagt der Ayurveda dazu?
Ayurveda vertritt das Credo: Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettler.

Der Fokus im Ayurveda liegt also ganz klar auf dem Morgen. Das Abendessen fällt im Ayurveda daher so klein wie möglich, doch so groß wie nötig aus, um ohne Hunger bis zum nächsten Frühstück zu kommen. Es solltes etwas leicht Verdauliches sein, also leichte Kohlenhydrahte mit pflanzlichen Eiweißen. Konkret heißt das z.B. Reis, Quinoa, Hirse mit im Topf oder Ofen gegartem Gemüse.

Wichtig zu wissen

Zwischen Abendessen und zu Bett gehen sollten mindestens 2, besser 3 Stunden .

Auf tierische Eiweiße (Fleisch, Fisch, Käse, alle Sorten an Milchprodukten) solltest du am Abend unbedingt verzichten, da sie schwer verdaulich sind und damit zu Schlackenbildung (Ama) im Körper führen können.

 

Eines meiner ayurvedischen Lieblingsrezepte sind diese Hirsebällchen. Sie benötigen zur Vorbereitung etwas Zeit. Dafür hast du mit in einem Schlag für 2 bis 3 Mahlzeiten vorgesorgt und kannst sie beliebig variieren:

Abends mit Gemüse aus der Pfanne oder dem Ofen. Mittags auch mal zu einem Salat oder als Beilage zu einem cremigen Curry, wie in der Kombi rechts mit einem leckeren Süßkartoffel-Curry.

Oder sonst auch einfach pur, angebraten in der Pfanne mit etwas Öl oder Ghee.

Einfach lecker & gesund!

 

 

 

 

 

Ayurvedische Hirsebällchen

Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 1 Std.
Gericht Hauptgericht, Kleinigkeit
Portionen 4

Zutaten
  

  • 2 Tassen Hirse
  • 5 Tassen Wasser
  • 1 EL Gemüsebrühe, gekörnt
  • 4 große Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Ghee
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Curry
  • ½ TL Koriander
  • ½ TL Garam Masala
  • 2 TL Thymian, getrocknet
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 EL Sojasoße
  • Salz, Pfeffer

Anleitungen
 

  • Hirse mit Wasser in Gemüsebrühe weich kochen und abkühlen lassen.
  • Kartoffeln kochen, schälen und zu Brei stampfen. Den Backofen bereits auf 195 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Zwiebel und Chilischote ganz fein hacken. Ghee in der Pfanne erhitzen, Kreuzkümmelsamen hinzugeben und anrösten. Nun die fein gehackte Zwiebel und Chili darin anbräunen.
  • Curry, Koriander, Garam Masala, Thymian und Organo in einer kleinen Schale vermischen, in die Pfanne geben und alles als Gewürzsud kurz braten.
  • Nun die Hirse, den Kartoffelbrei und den Gewürzsud mischen. Mit der Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Aus der Masse mit zwei Löffeln (oder einem Eisportionierer) klein Bällchen formen. Die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegte Blech legen und in dem vorgeheizten Backofen bei 195 Grad 30 Minuten backen.

Notizen

Die Bällchen sind eine super Beilage zu gedünstetem Gemüse oder mittags zu einem Salat.
Sie lassen sich super vorbereiten und auch überall mit hinnehmen zum gesunden Snacken zwischendurch.
Ein Blick hinter die Kulissen – ehrlich & unverblümt

Ein Blick hinter die Kulissen – ehrlich & unverblümt

In den letzten Wochen gab es über diesen Kanal überwiegend Rezepte, zuckerfreie Rezepte. Heute möchte ich dich mit hinter die Kulissen von Yoga mit Sandra nehmen. Mit in meine Yoga-Welt und dir berichten, was während der letzten Monate seit meiner Ausbildung so alles passiert ist. Ganz authentisch und unverblümt!

Wie alles begann

Am 19. Dezember 2021 fing alles an! Mit meiner ersten Yogastunde online. Oh ich kann mich noch gut erinnern. Ich war ganz schön aufgeregt. 4 Stunden lang habe ich eine sanfte Praxis zum Entstressen und Energie tanken vorbereitet. Schließlich haben sich 15 Teilnehmer (!) angemeldet und 10 dann teilgenommen. Ein super Start! Und auch das Feedback der Teilnehmer sowie meine Kritik mir gegenüber fielen sehr positiv aus.

Das war dann also der Beginn einer nunmehr wöchentlichen Yoga-Praxis online aus meinem Wohnzimmer. Alles auf freiweilliger Spendenbasis.

Recht schnell im Januar hatte sich der Freitagabend als ganz guter Termin etabliert. Für meine TeilnehmerInnen ein entspannter Start ins Wochenende. Und auch ich habe es genossen. Von Stunde zu Stunde bin ich sicherer geworden in meinen Ansagen und auch die Vorbereitungszeit hat sich immer weiter reduziert.

Umstellung auf Online-Buchung

Seit April, mit dem Go-Live meiner Website biete ich meine Kurse über ein Buchungsportal bei dem Anbieter Fitogram an. Ein System, das mir ermöglicht, meine Yogastunden automatisch buchbar zu machen. Wenn auch die Abrechnungsfunktion manuell läuft – diesen Comfort gibt es eben nur in der kostenpflichtigen Variante – ist es eine Erleichterung für mich.

Doch jede Umstellung birgt ein Risiko und benötigt erstmal eine Weile bis sie sich etabliert hat. Das hab auch ich zu spüren bekommen. Die Tatsache, dass meine Kurse nun kostenpflichtig sind, also nicht mehr einfach nur per WhatsApp buchbar bzw. über bekannten Link einwählbar, machte sich bemerkbar an den sinkenden Teilnehmerzahlen. Ich war gefrustet. Ich war traurig. Hatte ich die letzten Monate doch so viel Zeit in das Alles gesteckt.

So schnell wollte ich nicht aufgeben

Ich blieb dran:

  • Stellte mit der Sommerzeit meinen Kurs auf Donnerstagabend 20 Uhr um.
  • Probierte unterschiedliche Preismodelle aus.
  • Machte Werbung auf allen mir zur Verfügung stehenden Kanälen: Instagram, Facebook, WhatsApp
  • Veranstaltete einen Workshop.
  • Legte Flyer aus.
  • Recherchierte, las viel.
  • Buchte Online-Kurse zum Thema Marketing und Reichweite.
  • Kontaktierte Studios in Erding.

Manches fiel mir leicht. Manches erforderte einiges an Kraft und Mut.

Einfach mal machen! Dinge ausprobieren. Den Anspruch auf Perfektionismus reduzieren. Sich selbst mehr Vertrauen schenken. Das habe ich in den letzten Monaten gelernt und mich dadurch weiterentwickelt. Denn Yoga heißt auch Vertrauen zu haben und Leichtigkeit zu leben.

8 Monate später

8 Monate und 40 Yoga-Einheiten (!) nach meiner Yoga-Ausbildung unterrichte ich nun nicht nur donnerstags aus dem heimischen Wohnzimmer, sondern auch im Fitnessstudio Body & Soul.

Kursangebot: 3 Yogatermine - 3 Yogastile

Und ab Ende August sogar mit eigenem Kurs im Yoga Centrum Erding. Ein kleiner Meilenstein für mich! Dort biete ich eine Yoga-Trilogie mit 3 unterschiedlichen Yogastilen an. Die Teilnahme ist in Präsenz und über Zoom möglich.

Eine Möglichkeit für mich meinen Kundenstamm zu erweitern, mich weiterzuentwickeln, neue Erfahrungen zu machen. Denn auch als Yogalehrerin bleibe ich weiterhin Yogaschülerin, lerne jeden Tag dazu, in und außerhalb meiner Yoga-Praxis.

Wie sieht es mit deiner Weiterentwicklung aus?

Hast du vielleicht auch ein Thema, bei dem du manchmal das Gefühl hast auf der Stelle zu stehen? Eine Sache für die du brennst, die du in deinen Alltag integrieren möchtest, jedoch nicht weißt wie? Einen Wunsch, den du dir erfüllen möchtest?

Dann hoffe ich, dass ich dich mit meinem ehrlichen Blick hinter die Kulissen meines Alltags, in meine Gefühlswelt, inspirieren kann. Inspirieren dazu, wie wichtig es ist dran zu bleiben. Aktiv zu bleiben. Auch in schwierigen Phasen. Glaube an dich und deine Sache! Du selbst hast es in der Hand. Handle mutig und voller Selbstvertrauen.

Wie geht es bei mir weiter?

In einem Podcast-Interview mit einer selbständigen Yogalehrerin habe ich gehört, dass es mindestens 3 Jahre (!) dauert, sich einen festen Kundenstamm aufzubauen. Erschreckend, dass es wirklich sooo lange dauert und doch beruhigend. Denn ich bin auf einem guten Weg. Ich arbeite an meiner Reichweite, an der Vergrößerung meines Kundenstamms und an meiner Yoga-Praxis.

Wenn du dies bis hierhin gelesen hast, freue mich über deine Unterstützung, in dem du mich weiterempfiehlst, den Beitrag teilst, mit Freunden, Bekannten, per WhatsApp, Email oder auf Social Media.

 

Ich bin unendlich dankbar für das, was ich mir in den letzten Monaten erschaffen habe. Und bin mir zwischenzeitlich im Klaren darüber, dass es noch viel weitere Zeit und Ausdauer benötigen wird. Eine Selbstständigkeit, der Aufbau des eigenen Business geschieht eben nicht innerhalb von wenigen Monaten.

An dieser Stelle DANKE an alle, die mich in den letzten Monaten unterstützt haben, meine Kurse besucht, mir Feedback gegeben und mich weiterempfohlen haben. Bis zum nächsten Yogakurs, Blog-Beitrag oder erneuten Blick hinter die Kulissen.

Alles Liebe!

Zuckerfreier Nachtisch: Einfaches Früchtebrot

Zuckerfreier Nachtisch: Einfaches Früchtebrot

Hefeteig ohne Zucker. Schon mehrfach ausprobiert, begeistert hat mich bislang kein Rezept so richtig. Da fehlte einfach immer etwas. Dieser Hefteig als Früchtebrot gebacken ist durch die Menge an Trockenfrüchten richtig süß und vorallem auch super saftig!    Springe zu Rezept

Und wieder ein Backrezept 🙂

Wenn du diesen Blog regelmäßig verfolgst, dann ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass ich nicht nur jeden Donnerstag ein Rezept mit dir teile, sondern meist ein Backrezept oder zumindest was Süßes. Und das obwohl ich eigentlich viel lieber koche als backe. 😉

Kreativität beim Backen emfinde ich einfach als sehr schwierig. Also ich rede nicht von der Deko. Denn, habe ich mal eine Zutat nicht zuhause, dann ersetze ich sie beim Kochen einfach gerne beliebig durch eine andere oder lasse sie ganz weg. Das macht es für mich so spannend und meistens schmecken meine Rezepte auch jedes Mal etwas anders.

Beim Backen hingegen ist das eher schwierig, da jede Zutat in genau dem Mengenverhältnis sich auf die Konsistenz des Teiges auswirkt. Wie oft hatte ich schon Kuchen, die am Ende zu trocken oder auch zu feucht und teigig waren. Wie ärgerlich!

Da ich jedoch auch eine große Naschkatze bin und in meiner Zuckerfreiheit nicht auf Süßes verzichten möchte, bleibt mir ja nichts anders übrig. Und ich habe dazugelernt:

Halte dich bestmöglichst an das angegebene Mengenverhältnis

Zwischenzeitlich liegt meine Back-Erfolgsquote bei ca. 90%, zumal ich mich auch lieber an die einfach zubereiteten Rezepte halte.

Und dazu gehört auch dieses Früchtebrot, das ich auf der Rezept-Seite von Alnatura entdeckt habe. Obwohl es ein Hefeteig ist und natürlich etwas Zeit benötigt in der Zubereitung, ist es sehr unkompliziert und mir bislang immer gelungen. Wichtig ist, die Trockenfrüchte wirklich über Nacht ziehen zu lassen, damit das Brot schön saftig wird.

Einziges Manko bei dem Rezept: Die Trockenfrüchte setzen sich überwiegend in der unteren Hälfte der Kastenform ab. Gesetz der Schwerkraft eben! Die Süße ist damit unten etwas intensiver als oben, dem Gesamtgeschmack tut das jedoch keinen Abbruch.

 

 

Früchtebrot

Vorbereitungszeit 20 Min.
Zubereitungszeit 14 Stdn. 30 Min.
Gericht Frühstück, Nachspeise

Zutaten
  

  • 90 g Sultaninen
  • 80 g getrocknete Feigen
  • 40 g getrocknete Aprikosen (ohne Stein)
  • 30 g getrocknete Aprikosen (ungeschwefelt)
  • 30 g getrocknete Pflaumen (ohne Stein)
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe (20g) oder 1 Päckchen Trockenhefe (7g)
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. Koriander
  • 1 Msp. Muskatnuss
  • 60 g Haselnüsse
  • 1 TL Sonnenblumenkerne (zum Bestreuen)
  • 1 TL Sesam (zum Bestreuen)
  • etwas Öl (für die Backform)

Anleitungen
 

  • Vorbereitung am Vortag
    Feigen, Dattel, Aprikosen und Pflaumen grob hacken. Alle Trockenfrüchte in einer Schüssel mit 300 ml Wasser übergießen und zugedeckt über Nacht stehen lassen. Anschließend die Früchte in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Das Wasser dabei in einer Schüssel auffangen.
  • Teig zubereiten
    Hefe im Fruchtwasser auflösen. Dinkelvollkornmehl, Salz, Gewürze, restliches Wasser (100 ml) sowie das Hefewasser in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät ca. 2 Minuten zu einem geschmeidigen Teig keten. Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
    Dann die Trockenfrüchte und Haselnüsse zügig mit der Hand untermissen, den Teig in eine eingeölte Backform legen. Oberseite mit Sonnenblumenkernen und Sesam bestreuen und diese leicht andrücken. Wiederum zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.
  • Brot backen
    Den Ofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot auf mittlerer Schiene 50-60 Minuten backen. Nach 5 Minuten Backzeit den Ofen auf 170 Grad runterschalten. Wenn das Brot eine schöne goldbraune Farbe bekommen hat, aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.
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Schokocreme-Kuchen – ohne Zuckeraustauschstoffe

Schokocreme-Kuchen – ohne Zuckeraustauschstoffe

Mein neues Lieblings-Kuchenrezept: Schokocreme-Kuchen mit Avocado! Wie bei fast allen meinen Rezepten geht die Zubereitung unkompliziert von der Hand und natürlich ist es ohne Zucker und Zuckeraustauschstoffe. Gesüßt wird lediglich mit der Süße von Datteln.

Lust auf Schoko und Kokos

Ich hatte letzten Sonntag Lust auf was Süßes. Mit Schoko und Kokos. Einfach zuzubereiten sollte es sein und selbstverständlich ohne Zucker. Und dann auch noch mit den Zutaten, die ich bereits zuhause hatte, denn es war ja Sonntag. Demnach war die Recherche etwas langwieriger.

Doch ich bin fündig geworden: Das Grundrezept hörte sich super an und ließ noch etwas kreativen Spielraum mit den Zutaten. Raus kam dieser leckere Schokocreme-Kuchen.      Springe zu Rezept

Wollte ich die Hälfte des Bleches zunächst einfrieren, hatte ich schließlich innerhalb von 3 Tagen!!! den ganzen Kuchen verputzt. Ganz alleine wohlgemerkt. So lecker war er! 🙂

Erfrischend, cremig, schokoladig… einfach lecker!

Mit den Zuckerfrei-Rezepten, die im Netz rumschwirren, ist das so eine Sache. Meist werden sie als “zuckerfrei” betitelt. Dabei wird oft nur der sonst enthaltene Haushaltszucker 1:1 durch einen Zuckeraustauschstoffe z.B. Xylit (Birkenzucker) oder Erythrit ersetzt.

Bei Zuckerstoffen, deren Name ich nicht aussprechen, geschweige denn schreiben kann und ich erstmal recherchieren muss, wo sie herkommen, bin ich von Anfang an sehr skeptisch. Und nach einigen Recherchen habe ich mich zu Beginn meiner Zuckerfreiheit dafür entschieden, diese Zuckeraustauschstoffe nicht zu verwenden. Meiner Meinung nach ist das Betrug am Verbraucher bzw. an sich selbst. Doch das darf jeder für sich alleine entscheiden. Ich hab mal einiges Infos, die ich meiner Entscheidung zugrunde gelegt habe, für dich zusammengetragen:

Was sind Zuckeraustauschstoffe?

Zuckeraustauschstoffe sind Zuckeralkohole. Die beliebesten und vielleicht auch bekanntesten sind Erythrit und Xylit.

Erythrit (E 968) ist absolut kalorienfrei und wahrscheinlich auch deshalb so bliebt. Er hat die ca. 0,75 fache Süßkraft von gewöhnlichem Haushaltszucker. Möchte man also die Süße von Haushaltszucker erreichen, benötigt man eine etwas höhere Dosierung. Zu viel Erythrit (man spricht von mehr als 20 – 30g am Tag) kann allerdings zu Blähungen und Durchfall führen. Vielleicht kennst du das auch z.B. bei übermäßigem Verzehr von Bonbons oder Menthol-Pastillen. Isst du zu viel davon, rumort es ganz schön im Darm und die nächste Toilette sollte in der Nähe sein.

Xylit (E 967) hat nahezu die gleiche Süßkraft wie normaler Haushaltszucker und ähnelt ihm auch im Geschmack. Beim Verzehr sorgt er für einen kühlenden Effekt auf der Zunge. Der Kaloriengehalt bei Xylit liegt mit 2,4 Kalorien pro Gramm unter dem von normalem Haushaltszucker.

Beide Stoffe werden als natürliche Zuckeraustauschstoffe bezeichnet, da unser Körper sie selbst herstellen kann und sie auch in einigen Obst- und Gemüsesorten vorkommen.

Die Herstellung

Die Zuckeraustauschstoffe, die wir kaufen können, werden industriell hergestellt. Xylit in der Regel nicht aus Birkenholz, sondern aus abgeernteten Maiskolben. Erythrit mittels mikrobieller Fermentation. Von “natürlich” kann da nicht mehr die Rede sein. Letztes Endes ist es mal wieder unsere Lebensmittelindustrie, die einen neuen Hype entdeckte und gut zu verkaufen wusste.

Differenzierung Süßstoffe

Neben den Zuckeraustauschstoffen gibt es auch noch jede Menge synthetische Süßstoffe, wie Aspartam (E 951), Cyclamat (E 952), Saccharin (E 954) oder Sucralose (E955). Da will ich jedoch gar nicht näher darauf eingehen. Denn ich rate dringendst davon ab diese Süßstoffe zu verzehren. Synthetisch hergestellte Stoffe können für unseren Körper und unseren Stoffwechsel nicht gut sein. Unter den Ernährungswissenschaftlern gelten diese Stoffe insgesamt noch als “Black Boxes”: Das heißt, keiner weiß wirklich wie sie im menschlichen Organismus wirken und was sie bei regelmäßigem Konsum auslösen können.

Natürliche Süße ins Essen bringen

Wenn ich süße, dann ausschließlich mit Obst, Gemüse, Datteln oder auch anderen Trockenfrüchten, manchmal etwas Ahornsirup (gerade für meine selbstgemachte Schokolade) und nur ganz selten mit Kokosblütenzucker. Denn auch Kokosblütenzucker, der aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen wird, ist sehr aufwendig in der Herstellung und damit nur eingeschränkt nachhaltig.

Vor kurzem habe ich einen Dattelsirup von Alnatura entdeckt und mal zum Ausprobieren mitgenommen. Ich bin kein Fan von solchen Fertigprodukten, doch es ist tatsächlich einfach bequem damit auch mal auf schnelle Art und Weise das Porridge oder den Kuchen süßen zu können. Ohne vorher Datteln einzuweichen, zu hacken und/oder zu mixen. Die gemahlene Vanille und die Kakaobutter verwende ich übrigens auch von Alnatura.

TIPP: Beim Kauf immer Zutatenliste checken

Falls du daran interessiert bist, dich bewusster und ganz konkret auch mit weniger Zucker zu ernähren, empfehle ich dir künftig die Zutatenlisten ganz genau zu studieren. Gewöhne dir einfach an beim Einkaufen direkt einen Blick darauf zu werfen und dann bewusst zu entscheiden, ob du das Produkt mitnehmen magst oder nicht. Und vielleicht steht direkt daneben im Regel ein Produkt, das weniger oder gar keinen Zucker hat und du probierst einfach das mal aus.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß und Erfolg dabei.

Und wenn du nun immer noch Lust auf Schoko und Kokos hast, dann geht’s hier zum Rezept:

 

Schokoladencreme-Kuchen mit Avocado

Schokocreme-Kuchen mit Avocado

Gericht Kleinigkeit, Nachspeise

Equipment

  • Für eine kleine Springform oder ein kleines Backblech 20x30cm

Zutaten
  

Für den Boden:

  • 120 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 80 g Kokosraspeln
  • 5 EL Dattelsüße
  • 70 g geschmolzene Butter

Für die Creme:

  • 1 große Avocado
  • 3 EL Dattelsüße
  • 50 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 50 g Kakaobutter
  • 150 g Kokosnusscreme oder -milch
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Kokosraspeln, geröstet optional als Deko

Anleitungen
 

  • Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Boden und den Rand der Backform einfetten.
  • Für den Boden alle Zutaten miteinander verrühren und als Boden in die Form drücken. Den Boden 12 Minuten backen bis er leicht gebräunt ist. Danach die Form vollständig auskühlen lassen.
  • Kakaobutter im Wasserbad oder im Winter auf der Heizung schmelzen. Der Schmelzpunkt ist sehr niedrig, liegt bei 28-36 Grad. Die Kakaobutter sollte keineswegs zu stark erhitzt werden. Das Kakaopulver, das Vanille-Extrakt und die Prise Salz unter die flüssige Kakaobutter rühren.
  • Die Avocado separat zerdrücken und verrühren, bis ein Brei entsteht. Den Avocadobrei unter die flüssige Schokolade mischen bis eine homogene Masse entsteht.
  • Die Kokosnusscreme darunter mischen. WICHTIG, insbesondere wenn du Kokosmilch verwendet: Die Dose vor dem öffnen NICHT SCHÜTTELN, so dass du die sich abgesetzte Kokoscreme rauslöffeln kannst.
  • Die Schokocreme auf den abgekühlten Boden streichen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kühlen.
  • Optional vor dem Anschnitt und Verzehr mit gerösteten Kokosraspeln garnieren.
Keyword Avocado, Kokos, kuchen, ohne Zuckeraustauschstoffe, Schokolade, zuckerfrei
Bananenbrot – saftig & natürlich süß

Bananenbrot – saftig & natürlich süß

Inspiriert von dem leckeren Bananenbrot beim Lighthouse Cafe in Bonn vor zwei Wochen habe ich mich zuhause gleich dran gemacht ein gutes Rezept zu suchen und auszuprobieren. Und dieses hier ist wirklich sehr gut gelungen. Das Bananenbrot ist saftig, leicht süß und war nach einer Stunde inklusive Backzeit fertig.   Springe zu Rezept

Mit nur wenigen Zutaten schnell was Leckeres gezaubert

Das Wichtigeste sind die reifen Bananen und sie sollten wirklich sehr reif sein, damit das Brot eine schöne natürliche Süße bekommt. Da ich – und das nicht erst seit meinem Zuckerfrei-Leben – sehr häufig mit Bananen koche oder backe, stehen sie immer auf meiner Einkaufsliste. Selbst wenn noch welche zuhause sind. Und wenn ich dann mal doch nicht mit kochen, backen oder essen hinterherkomme, werden sie einfach in Scheiben geschnitten eingefroren für das nächste selbstgemachte Bananeneis.

Das Bananenbrot-Rezept eignet sich gut für eine Kastenform. Doch auch in Muffinförmchen klappt es super (Backzeit hier nur 20 Minuten) und macht sich gut zum Mitnehmen oder Verschenken. Das Bananenbrot ist dann jedoch nicht ganz so saftig wie in der Kastenform.

Zutaten nach Geschmack variieren

Als kreative Köchin liebe ich es Rezepte selbst varieren zu können, je nachdem was ich gerade zuhause oder auf was ich Lust habe. So auch beim Bananenbrot: Die Variationen gehackte Haselnüsse und Walnüsse mit Rosinen sind beide sehr lecker. Durch die Rosinen ist das Brot sogar noch etwas süßer geworden. Ich kann es mir sehr gut auch mit Paranüssen oder mit Kakao Nibs vorstellen. Und in der Kombination Macadamias & Cranberry .

Vielleicht hast du ja auch eine ganz eigene Idee und spannende Kreation aus Zutaten, die du gerade zuhause hast.

Am besten schmeckt mir das Bananenbrot übrigens bestrichen mit einer nicht zu dünnen Schicht guter Butter. Yummy!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Bananenbrot

Vorbereitungszeit 15 Min.
Backzeit 20 Min.
Gericht Frühstück, Kleinigkeit, Nachspeise

Zutaten
  

  • 3 sehr reife Bananen umso reifer die Bananen, umso süßer das Brot
  • 1 Ei
  • 4 EL Rapsöl
  • 300 g Dinkelmehl
  • 1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 50 g grob gehackte Nüsse egal ob Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Paranüsse, Macadamie und/oder Rosinen

Anleitungen
 

  • Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken bis ein Brei entsteht. Öl, Ei, Vanilleextrakt, Zimt und Salz mit den Bananen verrühren.
  • In einer extra Schüssel das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Optional können hier auch die Nüsse und/oder Rosinen zugegeben werden. Die Mehlmischung nach und nach unter den Bananenbrei rühren (am besten nicht einer Küchenmaschine) bis eine homogene Masse entsteht. (Nicht zu lange rühren, damit der Teig nicht zu fest und gummiartig wird.)
  • Den fertigen Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben oder in Muffinförmchen verteilen.
  • In der Kastenform das Brot ca. 45 Minuten backen lassen. Die Muffinförmchen sind nach einer Backzeit von 20 Minuten schon fertig.

Notizen

Pur oder noch besser mit Butter genießen!
Keyword Bananen, Brot, Dinkel, Frühstück, gesund, natürliche Süße, schnell
Doppeltes Glück: Zweierlei Glücksbällchen

Doppeltes Glück: Zweierlei Glücksbällchen

Glück kann man nie genug haben, deshalb gibt es heute gleich zwei Rezepte für leckere und energiebringende Glücksbällchen.    Springe zu Rezept

Beide allein mit der Süße aus Trockenfrüchten. Die Dattel-Glücksbällchen sind schon mehrfach erprobt und immer wieder lecker. Selbst für diejenigen, die es gerne süß mögen und in ihrem Alltag nicht unbedingt auf Zucker verzichten.

Die Energiebällchen mit Trockenpflaumen habe ich erst kürzlich entdeckt und direkt mit in mein Rezepte-Repertoire aufgenommen. Eine schöne Abwechslung.

Die schnelle Energiequelle für zwischendurch – unterwegs, bei der Arbeit oder beim Sport

Denn seitdem ich mich zuckerfrei ernähre, habe ich – sobald ich länger unterwegs bin – immer etwas selbstgemachtes Süßes oder zumindest ein paar Nüsse dabei. Denn irgendwo auf die Schnelle beim Bäcker etwas Süßes ohne Zucker zu bekommen ist ziemlich aussichtslos. Und im Unterzucker werde ich schnell zur Diva, ganz so wie in der Snickers-Werbung. 😉

Vor allem jedoch ist es gesünder und günstiger

Und für meinen Geschmack mittlerweile auch leckerer. Ich war letztes Wochenende libanesisch Essen und habe dort zum Probieren libanesisches Baklava bekommen. Man hat mir gesagt, dass es nicht ganz so süß wie das türkische Baklava sein soll. Vielleicht war ich da auch die falsche Testperson nach nun doch fast durchgehend einem Jahr ohne Zucker. Mir hat es vor Süße jedenfalls das Gesicht verzogen und an den Zähnen weh getan.

 

Ein Tipp noch: Die Bällchen sind – verpackt in einem Glas – auch ein wunderbares Geschenk und Mitbringsel für Freunde und die ganze Familie!

Viel Spaß also beim Kugeln! 🙂

 

Dattel-Glücksbällchen

Vorbereitungszeit 1 Std.
Zubereitungszeit 15 Min.
Gericht Kleinigkeit, Nachspeise
Portionen 15 Bällchen

Zutaten
  

  • 100 g Datteln, entsteint
  • 70 g Haferflocken, Feinblatt
  • 40 g ganze Mandeln
  • 15 g Kokosöl, geschmolzen
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kakaopulver
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Sesam

Anleitungen
 

  • Datteln ca. 1 Stunde in lauwarmes Wasser einweichen. Danach gut ausdrücken. (Das übrig bleibende süße Dattel-Wasser lässt sich super für das Porridge am nächsten Tag verwenden.) 
  • Den Sesam in der Pfanne goldbraun rösten und leicht abkühlen lassen.
  • Alle Zutaten außer dem Sesam mit dem Mixer pürieren. Die Masse mit den Händen zu etwa 15 Kugeln formen. Die Kugeln im Sesam rollen. 

Notizen

Im Kühlschrank sind die Bällchen mindestens 1 Woche haltbar. Länger haben sie bei mir ohnehin noch nie gehalten... sie sind einfach zu lecker. 
Super übrigens im Glas zum Verschenken!
Keyword Datteln, Nachtisch, nahrhaft, süß

Energie-Bällchen

Arbeitszeit 15 Min.
Gericht Kleinigkeit, Nachspeise
Portionen 20 Kugeln

Zutaten
  

  • 60 g Kürbiskerne
  • 150 g Trockenpflaumen
  • 35 g Chiasamen
  • 10 g Kakaobutter
  • 15 g Erdnussmuss oder Mandelmus
  • nach Belieben Kokosflocken zum Wälzen

Anleitungen
 

  • Kürbiskerne im Mixer etwas zerkleinern. Trockenpflaumen kleinschneiden und mit den restlichen Zutaten in den Mixer geben. Alles gut durchmixen bis eine glatte Masse entsteht.
  • Die Konsistenz kann je nach Feuchtigkeit der Trockenpflaumen varrieren. Die Masse sollte leicht klebrig, aber formbar sein. Falls die Masse zu trocken ist, evtl. etwas Kokos- oder Pflanzenöl hinzugeben.
  • Zum Wälzen eigenen sich eben Kokosflocken auch Kakaopulver oder Sesam.
  • Im Kühlschrank, in einem luftdichten Behälter, halten sich die Bällchen mindestens eine Woche.
Keyword gesund, Kakao, Kürbiskerne, süß, Trockenpflaumen, zuckerfrei
Life Changing Bread – Brot mit Gelinggarantie

Life Changing Bread – Brot mit Gelinggarantie

Die Kanadierin Sarah Britton hat diesem Brot vor einigen Jahren den Namen Life Changing Bread (lebensveränderndes Brot) gegeben. Keine Ahnung, ob es wirklich dein Leben verändert, doch es ist

  • natürlich vegan
  • reich an Superfoods (Leinsamen, Chia, Flohsamenschalen)
  • durch die Flohsamenschalen reich an Ballaststoffen
  • dadurch besonders gut für den Darm, da die Samen reinigen und entgiften (hilfreich bei Durchfall oder Verstopfung)
  • relativ lange haltbar
  • gut einzufrieren
  • leicht bekömmlich.

Außerdem ist das Life Changing Bread total einfach herzustellen. Du vermischst einfach alle Zutaten gut miteinander, gibst die Mischung in eine Kastenform und lässt diese mindestens 2 Stunden quellen. Die Quellzeit ist für die spätere Verdauung des Brotes wichtig. Ich lasse die Masse daher meist über Nacht in Ruhe quellen.     Springe zu Rezept

Das Brot enthält viele Proteine und Ballaststoffe.

Der Teig, der hauptsächlich aus Samen und Nüssen besteht, kommt dabei ganz ohne Hefe und Mehl aus. Damit ist das Brot sehr gut für Allergiker und bei Unverträglichkeiten geeignet. Die Flohsamenschalen dienen als Bindemittel und halten das Brot zusammen.

Das Rezept lässt sich variieren.

Du kannst statt Haferflocken auch Dinkel-, Hirse- oder Reisflocken verwenden oder verschiedene Flocken mischen. Du kannst Sonnenblumenkerne mit Kürbiskernen mischen. Und falls du kein Chia zuhause hast, verwende einfach entsprechend mehr geschrotete Leinsamen.

Was du in jedem Fall für dieses Rezept brauchst sind Flohsamenschalen. Falls du sie nicht eh schon zuhause hast, schau mal in den Bioladen deines Vertrauen oder in die Bio-Ecke bei deinem Edeka oder Rewe. Manchmal werden Sie auch bei den Gesundheitsprodukten geführt, da sie durch ihre mild abführende und stuhlaufweichende Wirkung als Heilmitteln gelten.

Flohsamenschalen enthalten zu 80% Ballaststoffe

Und sie haben eine äußerst hohe Quellfähigkeit. Sobald die Schalen der Flohsamen mit Flüssigkeit in Berührung kommen, binden sie die Flüssigkeit und quellen auf. Flohsamenschalen können etwa das 40fache ihres eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen. Chiasamen dagegen zum Vergleich etwa das 10fache.

Sobald Flohsamenschalen in Kontakt mit Flüssigkeit kommen nehmen sie eine gelartige Konsistenz an. Diese Schleimstoffe werden im Darm nicht komplett abgebaut sondern dienen in Kombination mit ausreichend Wasser wie ein Gleitmittel und sorgen damit für einen geschmeidigeren Transport des Stuhls. Durch die enorme Quellfähigkeit vermitteln uns Flohsamenschalen außerdem ein schnelles Sättigungsgefühl.

Wenn es dein Leben also schon nicht verändert, trägt es in jedem Falle zu deiner bewussten und gesunden Ernährung bei.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Das Brot lässt sich übrigens auch sehr gut für das Hummus-Sandwich verwenden.

Life Changing Bread

Zubereitungszeit 10 Min.
Baking Time 1 Std.
Gericht Beilage, Frühstück

Zutaten
  

  • 135 g Sonnenblumenkerne
  • 145 g Haferflocken (auch mit Dinkel-, Reis- oder Hirseflocken möglich)
  • 90 g geschrotete Leinsamen
  • 65 g Haselnüsse oder Mandeln
  • 2 EL Chiasamen
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Rapsöl
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • optional Brotgewürz (Anis, Fenchel, Kümmel, Kardamon)

Anleitungen
 

  • Alle trockenen Zutaten vermischen und mit den feuchten Zutaten verrühren. Masse in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.
  • Brot mindestens 2 Stunden, besser über Nacht quellen lassen.
  • Den Backhofen auf 180°Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Masse in der Kastenform nochmals mit Wasser besprühen. Ca. 30 Minuten backen. Dann das Brot aus der Form nehmen, umdrehen und weitere 30 Minuten ohne Form backen.
  • Vor dem Anschneiden unbedingt komplett auskühlen lassen.
Keyword Brot, Haferflocken
Schneller & süßer Genuss: Bananen-Eis ohne Zucker

Schneller & süßer Genuss: Bananen-Eis ohne Zucker

Bei 30°Grad Außentemperatur Lust auf ein erfrischendes & cremiges Eis? Unbedingt! Und trotzdem garantiert ohne Zucker. Nämlich selfmade mit gefrorenen Bananen. Das Bananen-Eis geht ruckzuck, schmeckt lecker und ist cremiger als so manches Eis von der Eisdiele.  Springe zu Rezept

Mit dem Thermomix ist die Umsetzung ein Kinderspiel. Doch auch mit jedem anderen Hochleistungsmixer und ganz ohne Eismaschine kannst du dir dein eigenes cremiges Bananen-Eis mixen. Durch die in den Bananen enthaltene Stärke erhält das Eis diese schöne cremige Konsistenz. Ganz ohne Zusatz anderer cremiger Zutaten, wie Sahne oder Milch.

Ayurveda übrigens rät im Sommer von eiskalten Getränken und Speisen ja ganz ab. Denn sie reduzieren unser Agni (Verdauungsfeuer) massiv und verlängern damit den Verdauungsprozess. Und wenn zu langsam verdaut wird, entstehen Stockwechselrückstände, Schlacken bzw. das sog. Ama.

Ich hab extrem gekühlte Getränke ja noch nie vertragen und mich immer gefragt, was mit mir nicht stimmt. Seit ich mich mit Ayurveda beschäftige, kenne ich das Warum. Wenn du also auf sehr kalte Getränke oder Essen mit einem Stechen in der Magengegend reagierst, ist das ein klares Signal!

Besser warme statt kalte Getränke

Zum Trost: Kalte Getränke geben uns ohnehin nur kurzfristig ein Gefühl der Kühlung. Um zu verdauen muss der Körper alles, was wir zu uns nehmen, erstmal erwärmen. Durch diesen Prozess steigt unsere Körpertemperatur an und wir schwitzen im schlimmsten Falle noch mehr als zuvor. Nicht ohne Grund wird in südlichen Ländern im Sommer Tee getrunken, denn warme Getränke helfen die Körperwärme besser zu regulieren.

Daher kommt übrigens auch das warme Glas Wasser am Morgen, mit dem wir ganz schonend unsere Verdauung aktivieren.

Lieber kühlende statt kalte Speisen

Kühlende Speisen sind z.B. Gurken, Zucchini, Melone, Beerenobst, Basmatireis, Hüttenkäse, Mandeln, Olivenöl und Kokosöl. Und statt diese dann kalt aus dem Kühlschrank zu essen, einfach ca. 1 Stunde vorher rausstellen und anwärmen lassen. So schmeckt es besser, denn – wie wir es ja auch vom Käse kennen – entfaltet sich das Aroma erst bei Zimmertemperatur. Und deine Verdauung wird es dir auch danken, da sie die Energie gleich ganz in den Verdauungsprozess und nicht erst in die Erwärmung stecken kann.

Dann doch besser kein Bananen-Eis?

Also wir essen ja in der Regel nicht täglich kiloweise Eiscreme.
Und wenn man nun eben gerade Lust darauf hat: Na klar, unbedingt! Und wenn du dein Eis außerdem genießt und es langsam schleckst, dann schmilzt das Eis sowieso schon im Mund und wird zumindest ein wenig erwärmt bevor es in den Magen kommt.

In jedem Falle, lass dir deinen Bananen-Eis-Genuss nicht trüben!

Nochmal zum Thema Zuckerfrei: Ich frage übrigens regelmäßig bei Eisdielen nach, ob sie auch Eis ohne künstlich hinzugefügten Zucker haben. Bislang erfolglos, doch nur wenn wir nachfragen, wird sich daran früher oder später auch etwas ändern. Nachfrage bestimmt schießlich den Markt! Also mache gerne mit, frag auch mal bei deiner Eisdiele um die Ecke nach. Für unsere Gesundheit!

Ich freue mich schon auf die erste Zuckerfrei-Eisdiele in meiner Region!

 

Cremiges Bananen-Eis

Arbeitszeit 5 Min.
Gericht Kleinigkeit, Nachspeise
Portionen 1 Person

Zutaten
  

  • 1 Banane in Scheiben eingefroren
  • Kakao Nibs

Anleitungen
 

  • Eine oder am besten gleich mehrere sehr reife Bananen in Scheiben schneiden und am Vortag einfrieren.
  • Bananenscheiben in den Hochleistungs-Mixer geben und für einige Sekunden auf voller Stufe mixen. Achtung: Kann zu Beginn sehr laut sein.
  • Bananenmus mit einem Spachtel evtl. etwas nach unten schieben und auf mittlerer Stufe einige Sekunden weitermixen bis eine zähe, sehr cremige Masse entsteht.
  • In Dessertschälchen servieren. Nach Wunsch mit Kakao Nibs bestreuen. Kalt und cremig genießen.

Notizen

TIPP: Bananen, die zu reif geworden sind, einfach einfrieren. So hast du immer einer kleinen Vorrat in der TK, der sich perfekt für ein schnelles Eis oder einen andere Süßspeise eignet.
Keyword Bananen, Eis