Warnsysteme des eigenen Körpers frühzeitig erkennen

Warnsysteme des eigenen Körpers frühzeitig erkennen

Wenn dein Körper dir sagt, wann es genug ist

Seit Donnerstagabend liege ich durch eine Erkältung komplett ausgeknockt zuhause, im Bett, auf dem Sofa, auf dem Balkon. Alle Termine habe ich abgesagt. Ich schlafe und lese und denke nach. Auch darüber, warum ich mal wieder alle Warnzeichen meines Körpers überhört habe. Kennst du diesen Moment und das Gefühl, in dem dir klar wird, dass es einfach zu viel ist? Du völlig energielos bist und schon früher die Reissleine hättest ziehen müssen? Oder kannnst du die Warnsysteme deines Körpers frühzeitig deuten?

Ich stand in den letzten Wochen ordentlich unter Strom. Es stand Einiges an. Ich habe mich relativ kurzfristig dafür entschieden meinen zweiten Yoga-Kurs im Yoga Centrum Erding rauszubringen. Einen 6-Wochen Kurs Yin Yang Yoga, eine sanfte Praxis, die gerade auch für Anfänger gut geeignet ist. Dafür wollte eine Kursbeschreibung erstellt sein, ein Aushang designt und in Druck gegeben werden. Und schließlich auch noch ein Design für die diversen Online-Kanäle erstellt sein um mein Angebot darüber zu platzieren. Parallel dazu lief noch meiner erster Kurs im Yogastudio, meine eigenen festen Kurse von zuhause und im Fitnessstudio. Urlaubsbedingt habe ich die Vertretung weiterer Yoga-Kurse im Fitnessstudio angenommen. Und dann ist da auch noch der Bürojob.

Erste Warnzeichen frühzeitig wahrnehmen und darauf reagieren

Dass was nicht stimmt, merkte ich schon vor drei Wochen als ich immer weniger Lust bekam auf all meine ToDos. Alles wurde zu einem Ballast. Dinge, die mir sonst Spaß machen, begannen mich zu stressen. Das Blog-Schreiben habe ich daher komplett ausgesetzt und mich mit Mühe und Not auf das Notwendigste, das Vorbereiten und Umsetzen meiner Kurse fokussiert.

Als ich dann vor zwei Wochen wegen einer Kleinigkeit einen regelrechten Schreianfall gegenüber meinem Rechner bekommen habe, weil etwas nicht so funktionierte, wie ich es mir in dem Moment vorgestellt habe… spätestens da hätte ich reagieren sollen.
Doch es lief weiter, weil es „musste“. Es musste ja alles fertig werden. Ich musste die Kurse geben, weil ich mich dafür entschieden und eingetragen hatte. Das nächste Warnzeichen lies also nicht lange auf sich warten, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Erschöpfung, Müdigkeit… eine Erkältung.

Ich gönnte mir zwei Tage Ruhe, mehr oder weniger, soweit eben möglich, weil es gab ja doch noch einige Dinge zu erledigen. Und am Wochenende stand schließlich der seit 4 Monaten geplante Alm-Besuch an, mit meinen zwei Alm-Kolleginnen vom letzten Jahr, auf den ich mich wirklich gefreut hatte. Also keine Zeit für eine lange Erkältung. Und es bzw. ich funktionierte auch noch eine ganze Woche. Bis Ende der Woche dann die Symptome immer stärker, immer präsenter wurden.

Wenn du es selbst nicht bemerkst und etwas änderst, zwingt dich dein Körper irgendwann dazu.

Nun sitze ich also bereits seit 4 Tagen zuhause, habe alle Kurse abgesagt und ruhe mich aus, weil einfach nichts mehr geht. Und es tut gut, nichts tun zu müssen. Auch wenn meinem Verstand zwischendrin immer wieder einfällt, was noch zu tun wäre. Mein Körper macht einfach gerade nicht mit.

Krankheitssymptome als Warnsystem des Körpers

Erst vor einigen Wochen habe ich dazu ein spannendes Interview gehört mit Kurt Trepperwein im Podcast von Tobias Beck „Der Weg zu dir selbst – Dein Schicksal liegt in deinen Händen“. Kurt Trepperwein ist knappe 80 Jahre und ein unglaublich inspirierender Mann. Ich kann dir den ganzen Podcast sehr ans Herz legen.

Darin ging es jedenfalls u.a. über die Warnsysteme des Körpers. Darüber dass ein Symptom keine Krankheit, sondern ein Hinweis ist. Ein Hinweis über eine bestehende Disharmonie in unserem System, unserem Körper. Das Symptom soll uns Aufschlüsse über den aktuellen Mangel geben und sagen, was zu tun ist. Hören wir darauf und handeln danach, verschwindet das Symptom wieder.

Nach Kurt Trepperwein gibt es 4 Warnstufen des Körpers:

Warnstufe 1 ist die geistige Erkenntnis etwas verändern zu wollen. Ein erster Gedanke, dass etwas nicht stimmt, sich nicht gut anfühlt.
Ignorieren wir den Gedanken kommt die Warnstufe 2, ein Symptom. Das kann sein ein Hautjucken, ein Ausschlag, eine Begrenzung der Beweglichkeit, Schlafmangel, Erschöpfung, sicherlich auch eine Erkältung.
Wenn wir dann nicht aktiv hinterfragen, warum es zu dem Symptom kam, uns fragen, was braucht mein Körper eigentlich gerade. Stattdessen „nur“ Medikamente einnehmen und einfach so weitermachen wie bisher, dauert es nicht lange bis zur Warnstufe 3, dem Schmerz. Bei weiterer Symptombehandlung durch Schmerzmittel statt in die Ursachenforschung zu gehen ist es nur eine Frage der Zeit bis zur Stufe 4: Der Schmerz wird chronisch, im schlimmsten Fall entsteht Krebs oder es führt zu einem Herzinfarkt.

Harte Worte, wie ich finde. Sollten wir wirklich selbst dafür verantwortlich sein? JA. Ich glaube daran. Ich glaube, dass wir bis zu einem sehr großen Grad selbst beeinflussen können, was uns widerfährt. Unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden, unsere Beweglichkeit, unser Energielevel, all das liegt in unserer eigenen Verantwortung.

Sich erlauben im Zweifel auch bereits getroffene Entscheidungen zu revidieren

Frag dich selbst: Wie gehst du um mit deinem Körper? Hörst du die Signale, die er dir sendet? Oder werden sie durch dein Alltagsrauschen übertüncht?

Lasst uns lernen, bewusster auf unseren Körper zu hören. Aufhören, die Zeichen unseres Körpers weiter zu ignorieren, weil unser Verstand uns etwas anderes sagt. Oder unser Arbeitgeber. Die Gesellschaft oder wer auch immer. Nur du selbst weißt, was dein Körper braucht.

Finde es heraus mit diesem kurzen BodyScan

Nehme dir jetzt einen Moment Zeit, genau dort wo du dies liest und bist. Zuhause. Vielleicht auch in der Bahn, im Café. Nimm dir 4-5 Minuten Zeit. Wenn du zuhause bist, lege dich gerne auf den Boden, auf deine Yogamatte oder finde einen bequemen aufrechten Sitz, auch gerne auf einem Stuhl. Dann schließe für einen Moment deine Augen. Atme tief ein und aus. Ein. Und aus. Komme mit jedem Atemzug etwas mehr in die Ruhe.

Bringe Bewusstsein in deinen ganzen Körper. Von den Füßen bis zu deiner Scheitelkrone. Was spürst du? Werde zum Beobachter deines Körpers. Nimm wahr, ob in deinem Körper irgendwo ein Schmerz sitzt, vielleicht eine Verspannung, ein Gefühl der Enge. Vielleicht nimmst du an einer Stelle auch ein Gefühl der Leichtigkeit, der Wärme wahr. Wandere deinen Körper von unten nach oben. Langsam, doch ohne zu lange an einem Punkt zu verweilen. Beobachte ihn während du weiter bewusst ein- und ausatmest.

Dann bringe Bewusstsein in deine Emotionen. Welche Emotionen spürst du aktuell in dir? Bist du erschöpft? Unruhig? Frustriert? Traurig? Vielleicht bist du auch voller Freude und Dankbarkeit. Alles darf sein. Wo spürst du diese Emotion? Vielleicht in deiner Brust? Deinem Bauch? Beobachte und lass es sein. Atme weiter bewusst ein und aus.

Was würdest du dir jetzt wünschen? Für den jetzigen Moment? Welches Bedürfnis spürst du in dir? Was braucht dein Körper? Ruhe. Schlaf. Vielleicht ein heißes Bad. Oder Bewegung. Ein Spaziergang in der Natur?

Atme weiter bewusst ein und aus und bleibe noch einen Moment in dem Bewusstsein, in dieser Klarheit über deinen Körper, deine Emotion. Atem noch dreimal tief ein und aus und dann öffne langsam deine Augen und komme wieder zurück an den Ort, in den Raum, an dem sich dein Körper befindet.

Hinweise deines Körpers künftig frühzeitig erkennen

Je öfter wir in das Körperbewusstsein, in die Beobachterrolle gehen, umso leichter wird es uns fallen, die Hinweise unseres eigenen Körpers frühzeitig zu erkennen. Wir entwickeln ein besseres Gefühl für die eigenen Bedürfnisse und lernen danach zu handeln.
Auch gerade, wenn es dir nicht gut geht, du dich gestresst fühlst: Drück doch mal die Pause-Taste und verbinde dich mit deinem Körper.

Ich für mich werde künftig versuchen die Warnsysteme meines Körpers frühzeitiger zu erkennen. Vielleicht klappt es dann das nächste Mal auch ohne komplett ausgeknockt zu werden.

Ich wünsche dir alles Liebe!
Sandra

 

Süßkartoffel-Curry

Süßkartoffel-Curry

Hallo ihr Lieben, diese Woche gibt es einen Rezept-Quickie. Ein Rezept, dass ich die letzten Wochen immer mal wieder gekocht habt, weil es einfach lecker und schnell zubereitet ist. Meist hab ich dafür sogar alle Zutaten zuhause. Wenn auch du ein Fan der schnellen Küche bist und vielleicht sogar gerade Süßkartoffeln, Kichererbsen und Kidney-Bohnen zuhause hast, dann probiere diesen Rezept-Quickie doch einfach mal aus.    Springe zu Rezept

Das Süßkartoffel-Curry lässt sich super mit Reis, Quinoa, Hirse oder mit ayurvedischen Hirsebällchen kombinieren oder auch einfach als Ein-Topf-Gericht so essen. Und es eignet sich übrigens auch super als leichtes Abendessen, denn es kombiniert leichte Kohlenhydrathe und pflanzliche Eiweiße. Mehr dazu in meinem Blog-Artikel Ayurveda to go.

Ich befinde mich noch mehr oder weniger im Urlaub. Gerade auf Heimatbesuch. Genieße dort die Zeit mit meinen Eltern. Lasse mich bekochen mit der guten, wenn auch eher traditionellen Küche meiner Mama. Obwohl ich sehr gerne koche, ist es einfach purer Luxus, sich nur an den Tisch setzen zu dürfen. Danke Mama!

Heute stand ich allerdings dann doch schon am Herd, um für den Besuch meiner Patentante heute Nachmittag zum Kaffee den leckeren Schokocreme-Kuchen zu zaubern, den ich gleich genießen werde. Yummy!

Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Woche! Wenn ihr selbst auch im Urlaub seid, dann lasst es euch besonders gut gehen. Nächste Woche melde ich mich dann wieder mit mehr Text.

Alles Liebe!

 

Rezept-Quickie: Süßkartoffel-Curry mit Kichererbsen und Kidney-Bohnen, dekoriert mit Petersilie

Süßkartoffel-Curry

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Portionen: 2
Gericht: Hauptgericht

Zutaten
  

  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Süßkartoffeln
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 400 g gehackte Tomaten
  • 1 TL Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1 TL Zimt
  • Salz und Peffer (nach Belieben)
  • 1 Glas Kichererbsen ca. 200g
  • 1 Glas Kidneybohnen ca. 200g
  • Petersilie (nach Belieben)

Method
 

  1. Zwiebel klein schneiden und in Kokosöl glasig dünsten. Kurkuma zusammen mit dem Kreuzkümmel dazugeben und kurz mitbraten.
  2. Den gepressten Knoblauch sowie die geschälten und klein geschnitten Süßkartoffel-Stücke mit in die Pfanne geben.
  3. Mit Gemüsebrühe und gehackten Tomaten ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Masala und Zimt würzen.
  4. Rund 15 Minuten einkochen lassen, so dass die Süßkartoffeln noch einen leichten Biss haben. Kichererbsen und Kidneybohnen abgießen, gründlich abspülen und mit in die Pfanne einrühren. Kurz erwärmen.
  5. Anrichten und mit gehackter Petersilie garnieren.
Ayurveda to go – Ernährung leicht gemacht

Ayurveda to go – Ernährung leicht gemacht

Du bist dir unsicher, was bei all den Ernährungsratschlägen und -mythen noch gesund für dich ist? Vegetarisch? Vegan? Low Carb? Intervall-Fasten? Ich hatte eine Zeit, da wusste ich gar nicht mehr WAS und WANN ich das Wenige, was vermeintlich gut und gesund ist, essen sollte. Dabei ist die Ernährung so individuell wie dein Körper es ist. Abhängig von deinem eigenen Stoffwechsel, der Konstitution, wie man es im Ayurveda nennt.

Ich beschäftige mich in den letzten Monaten viel mit Ayurveda – dem Wissen vom Leben, wie es übersetzt heißt. Und umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Erklärungen finde ich: Darauf, warum ich früher von Joghurt mit Obst Blähungen bekommen habe. Warum ich generell rohe Lebensmittel, egal ob Obst und Gemüse, nicht gut vertrage.

Und sich ayurvedisch zu ernähren ist gar nicht so kompliziert und exotisch, wie du es vielleicht vermutest. Ich teile mit dir ein tolles Rezept für einen Abendsnack.    Springe zu Rezept

Die 3 Doshas

Doch nun nochmal zurück zur Konstitution. Was genau ist damit gemeint? Und woher weißt du, welche Konstitution du hast? Die Konstitution ist deine körperliche und seeliche Veranlagung. Im Ayurveda unterscheidet man 3 unterschiedliche Konstitutionen, die als Doshas bezeichnet werden:

  1. Kapha (die Erde)
  2. Vata (die Luft)
  3. Pitta (das Feuer)

Entscheidend für eine typgerechte Ernährung ist immer der Jetzt-Zustand der Doshas, der mit der entsprechenden Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel in Balance gebracht werden soll. Ganz nach dem Prinzip „Gegensätze gleichen sich aus“.

Folgenden Qualitäten lassen sich den 3 Doshas zuordnen:

  1. Kapha: schwer, feucht, unbeweglich, antriebslos, schleimig, süß, gewebeaufbauend, ölig
  2. Vata: leicht, trocken, kalt, rau, beweglich, sensibel, blähend, wechselhaft
  3. Pitta: sauer, heiß, gerötet, brennend, scharf, entzündlich, gereizt

Sind auf körperlicher oder mentaler Ebene mehrere dieser Qualitäten eines oder mehrerer Doshas ausgeprägt, weist das auf ein Ungleichgewicht hin. Die Speisen der gegensätzlicher Qualität können zu einem Ausgleich des Ungleichgewichts führen.

Überwiegend herrschen in unserem Körper mehrere Doshas vor, eines ist jedoch meist dominanter. Möchtest du herausfinden, welches das bei dir ist? Dann mache den kostenlosen Dosha-Test.

Grundregeln der ayurvedischen Ernährung

Auch ohne Konstitutionsbestimmung, gibt es einige Regeln, die es sich lohnt einzuhalten:

  1. In Ruhe essen und gut kauen: Ist der Körper entspannt, kann er alle Energie in die Verdauung geben. Und mit gut gekauter Nahrung hat die Verdauung nur noch die halbe Arbeit.
  2. In Maßen essen: Esse nicht bis zum Völlegefühl. Lasse noch etwas Platz in deinem Magen, damit die Verdauungsfunktion nicht gestört wird.
  3. Zu dem Mahlzeiten nicht trinken: Um das Verdauungsfeuer nicht zu löschen empfiehlt es sich 1 Stunde vor und nach dem Essen nichts zu trinken.
  4. Hochwertige Nahrungsmittel essen: Verwöhne deinen Körper mit frischen und am besten saisonalen und regionalen Lebensmittel, die du frisch zubereitest.
  5. Gekochte Nahrungsmittel bevorzugen: Selbst schwerverdauliche Nahrungsmittel können vom Körper in gekochtem Zustand besser aufgespalten und verwertet werden.
  6. Regelmäßig essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden: Gönnen deinem Körper Pausen zwischen den Mahlzeiten und esse erst dann wieder wenn der vorangegangene Mahlzeit vollständig verdaut ist (ca. 3-5 Stunden). Kaffee mit Milch zählt übrigens auch zu den Zwischenmahlzeiten.
  7. Auf den ausgewogenen Geschmack achten: Im Ayurveda enthält jede Mahlzeit alle sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb.
  8. Auf die richtigen Kombinationen achten: Frische Früchte nicht mit Gekochtem kombinieren. Saure Früchte nicht zusammen mit Joghurt oder Käse essen. Milch nicht gemeinsam essen mit Saurem und Salzigem, mit Fleisch, Fisch, Knoblauch, Rettich, Granatäpfeln, Blattgemüse, Senf, Sesamsamen, Basilikum oder Bananen.

Abendessen nach Ayurveda

Nun nochmal ganz konkret zur Ernährung und zu der Mahlzeit über die am meisten Uneinigkeit besteht, dem Abendessen. Es gibt Verfechter, die abends von Kohlenhydraten komplett abraten. Womit es das sog. Eiweißbrot in das Standardsortiment unserer Bäckereien geschafft hat. Andere empfehlen abends gar nichts mehr zu essen.

Was sagt der Ayurveda dazu?
Ayurveda vertritt das Credo: Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettler.

Der Fokus im Ayurveda liegt also ganz klar auf dem Morgen. Das Abendessen fällt im Ayurveda daher so klein wie möglich, doch so groß wie nötig aus, um ohne Hunger bis zum nächsten Frühstück zu kommen. Es solltes etwas leicht Verdauliches sein, also leichte Kohlenhydrahte mit pflanzlichen Eiweißen. Konkret heißt das z.B. Reis, Quinoa, Hirse mit im Topf oder Ofen gegartem Gemüse.

Wichtig zu wissen

Zwischen Abendessen und zu Bett gehen sollten mindestens 2, besser 3 Stunden .

Auf tierische Eiweiße (Fleisch, Fisch, Käse, alle Sorten an Milchprodukten) solltest du am Abend unbedingt verzichten, da sie schwer verdaulich sind und damit zu Schlackenbildung (Ama) im Körper führen können.

 

Eines meiner ayurvedischen Lieblingsrezepte sind diese Hirsebällchen. Sie benötigen zur Vorbereitung etwas Zeit. Dafür hast du mit in einem Schlag für 2 bis 3 Mahlzeiten vorgesorgt und kannst sie beliebig variieren:

Abends mit Gemüse aus der Pfanne oder dem Ofen. Mittags auch mal zu einem Salat oder als Beilage zu einem cremigen Curry, wie in der Kombi rechts mit einem leckeren Süßkartoffel-Curry.

Oder sonst auch einfach pur, angebraten in der Pfanne mit etwas Öl oder Ghee.

Einfach lecker & gesund!

 

 

 

 

 

Ayurvedische Hirsebällchen

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Portionen: 4
Gericht: Hauptgericht, Kleinigkeit

Zutaten
  

  • 2 Tassen Hirse
  • 5 Tassen Wasser
  • 1 EL Gemüsebrühe, gekörnt
  • 4 große Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Ghee
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Curry
  • ½ TL Koriander
  • ½ TL Garam Masala
  • 2 TL Thymian, getrocknet
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 EL Sojasoße
  • Salz, Pfeffer

Method
 

  1. Hirse mit Wasser in Gemüsebrühe weich kochen und abkühlen lassen.
  2. Kartoffeln kochen, schälen und zu Brei stampfen. Den Backofen bereits auf 195 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Zwiebel und Chilischote ganz fein hacken. Ghee in der Pfanne erhitzen, Kreuzkümmelsamen hinzugeben und anrösten. Nun die fein gehackte Zwiebel und Chili darin anbräunen.
  4. Curry, Koriander, Garam Masala, Thymian und Organo in einer kleinen Schale vermischen, in die Pfanne geben und alles als Gewürzsud kurz braten.
  5. Nun die Hirse, den Kartoffelbrei und den Gewürzsud mischen. Mit der Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Aus der Masse mit zwei Löffeln (oder einem Eisportionierer) klein Bällchen formen. Die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegte Blech legen und in dem vorgeheizten Backofen bei 195 Grad 30 Minuten backen.

Notizen

Die Bällchen sind eine super Beilage zu gedünstetem Gemüse oder mittags zu einem Salat.
Sie lassen sich super vorbereiten und auch überall mit hinnehmen zum gesunden Snacken zwischendurch.
Ein Blick hinter die Kulissen – ehrlich & unverblümt

Ein Blick hinter die Kulissen – ehrlich & unverblümt

In den letzten Wochen gab es über diesen Kanal überwiegend Rezepte, zuckerfreie Rezepte. Heute möchte ich dich mit hinter die Kulissen von Yoga mit Sandra nehmen. Mit in meine Yoga-Welt und dir berichten, was während der letzten Monate seit meiner Ausbildung so alles passiert ist. Ganz authentisch und unverblümt!

Wie alles begann

Am 19. Dezember 2021 fing alles an! Mit meiner ersten Yogastunde online. Oh ich kann mich noch gut erinnern. Ich war ganz schön aufgeregt. 4 Stunden lang habe ich eine sanfte Praxis zum Entstressen und Energie tanken vorbereitet. Schließlich haben sich 15 Teilnehmer (!) angemeldet und 10 dann teilgenommen. Ein super Start! Und auch das Feedback der Teilnehmer sowie meine Kritik mir gegenüber fielen sehr positiv aus.

Das war dann also der Beginn einer nunmehr wöchentlichen Yoga-Praxis online aus meinem Wohnzimmer. Alles auf freiweilliger Spendenbasis.

Recht schnell im Januar hatte sich der Freitagabend als ganz guter Termin etabliert. Für meine TeilnehmerInnen ein entspannter Start ins Wochenende. Und auch ich habe es genossen. Von Stunde zu Stunde bin ich sicherer geworden in meinen Ansagen und auch die Vorbereitungszeit hat sich immer weiter reduziert.

Umstellung auf Online-Buchung

Seit April, mit dem Go-Live meiner Website biete ich meine Kurse über ein Buchungsportal bei dem Anbieter Fitogram an. Ein System, das mir ermöglicht, meine Yogastunden automatisch buchbar zu machen. Wenn auch die Abrechnungsfunktion manuell läuft – diesen Comfort gibt es eben nur in der kostenpflichtigen Variante – ist es eine Erleichterung für mich.

Doch jede Umstellung birgt ein Risiko und benötigt erstmal eine Weile bis sie sich etabliert hat. Das hab auch ich zu spüren bekommen. Die Tatsache, dass meine Kurse nun kostenpflichtig sind, also nicht mehr einfach nur per WhatsApp buchbar bzw. über bekannten Link einwählbar, machte sich bemerkbar an den sinkenden Teilnehmerzahlen. Ich war gefrustet. Ich war traurig. Hatte ich die letzten Monate doch so viel Zeit in das Alles gesteckt.

So schnell wollte ich nicht aufgeben

Ich blieb dran:

  • Stellte mit der Sommerzeit meinen Kurs auf Donnerstagabend 20 Uhr um.
  • Probierte unterschiedliche Preismodelle aus.
  • Machte Werbung auf allen mir zur Verfügung stehenden Kanälen: Instagram, Facebook, WhatsApp
  • Veranstaltete einen Workshop.
  • Legte Flyer aus.
  • Recherchierte, las viel.
  • Buchte Online-Kurse zum Thema Marketing und Reichweite.
  • Kontaktierte Studios in Erding.

Manches fiel mir leicht. Manches erforderte einiges an Kraft und Mut.

Einfach mal machen! Dinge ausprobieren. Den Anspruch auf Perfektionismus reduzieren. Sich selbst mehr Vertrauen schenken. Das habe ich in den letzten Monaten gelernt und mich dadurch weiterentwickelt. Denn Yoga heißt auch Vertrauen zu haben und Leichtigkeit zu leben.

8 Monate später

8 Monate und 40 Yoga-Einheiten (!) nach meiner Yoga-Ausbildung unterrichte ich nun nicht nur donnerstags aus dem heimischen Wohnzimmer, sondern auch im Fitnessstudio Body & Soul.

Kursangebot: 3 Yogatermine - 3 Yogastile

Und ab Ende August sogar mit eigenem Kurs im Yoga Centrum Erding. Ein kleiner Meilenstein für mich! Dort biete ich eine Yoga-Trilogie mit 3 unterschiedlichen Yogastilen an. Die Teilnahme ist in Präsenz und über Zoom möglich.

Eine Möglichkeit für mich meinen Kundenstamm zu erweitern, mich weiterzuentwickeln, neue Erfahrungen zu machen. Denn auch als Yogalehrerin bleibe ich weiterhin Yogaschülerin, lerne jeden Tag dazu, in und außerhalb meiner Yoga-Praxis.

Wie sieht es mit deiner Weiterentwicklung aus?

Hast du vielleicht auch ein Thema, bei dem du manchmal das Gefühl hast auf der Stelle zu stehen? Eine Sache für die du brennst, die du in deinen Alltag integrieren möchtest, jedoch nicht weißt wie? Einen Wunsch, den du dir erfüllen möchtest?

Dann hoffe ich, dass ich dich mit meinem ehrlichen Blick hinter die Kulissen meines Alltags, in meine Gefühlswelt, inspirieren kann. Inspirieren dazu, wie wichtig es ist dran zu bleiben. Aktiv zu bleiben. Auch in schwierigen Phasen. Glaube an dich und deine Sache! Du selbst hast es in der Hand. Handle mutig und voller Selbstvertrauen.

Wie geht es bei mir weiter?

In einem Podcast-Interview mit einer selbständigen Yogalehrerin habe ich gehört, dass es mindestens 3 Jahre (!) dauert, sich einen festen Kundenstamm aufzubauen. Erschreckend, dass es wirklich sooo lange dauert und doch beruhigend. Denn ich bin auf einem guten Weg. Ich arbeite an meiner Reichweite, an der Vergrößerung meines Kundenstamms und an meiner Yoga-Praxis.

Wenn du dies bis hierhin gelesen hast, freue mich über deine Unterstützung, in dem du mich weiterempfiehlst, den Beitrag teilst, mit Freunden, Bekannten, per WhatsApp, Email oder auf Social Media.

 

Ich bin unendlich dankbar für das, was ich mir in den letzten Monaten erschaffen habe. Und bin mir zwischenzeitlich im Klaren darüber, dass es noch viel weitere Zeit und Ausdauer benötigen wird. Eine Selbstständigkeit, der Aufbau des eigenen Business geschieht eben nicht innerhalb von wenigen Monaten.

An dieser Stelle DANKE an alle, die mich in den letzten Monaten unterstützt haben, meine Kurse besucht, mir Feedback gegeben und mich weiterempfohlen haben. Bis zum nächsten Yogakurs, Blog-Beitrag oder erneuten Blick hinter die Kulissen.

Alles Liebe!

Zuckerfreier Nachtisch: Einfaches Früchtebrot

Zuckerfreier Nachtisch: Einfaches Früchtebrot

Hefeteig ohne Zucker. Schon mehrfach ausprobiert, begeistert hat mich bislang kein Rezept so richtig. Da fehlte einfach immer etwas. Dieser Hefteig als Früchtebrot gebacken ist durch die Menge an Trockenfrüchten richtig süß und vorallem auch super saftig!    Springe zu Rezept

Und wieder ein Backrezept 🙂

Wenn du diesen Blog regelmäßig verfolgst, dann ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass ich nicht nur jeden Donnerstag ein Rezept mit dir teile, sondern meist ein Backrezept oder zumindest was Süßes. Und das obwohl ich eigentlich viel lieber koche als backe. 😉

Kreativität beim Backen emfinde ich einfach als sehr schwierig. Also ich rede nicht von der Deko. Denn, habe ich mal eine Zutat nicht zuhause, dann ersetze ich sie beim Kochen einfach gerne beliebig durch eine andere oder lasse sie ganz weg. Das macht es für mich so spannend und meistens schmecken meine Rezepte auch jedes Mal etwas anders.

Beim Backen hingegen ist das eher schwierig, da jede Zutat in genau dem Mengenverhältnis sich auf die Konsistenz des Teiges auswirkt. Wie oft hatte ich schon Kuchen, die am Ende zu trocken oder auch zu feucht und teigig waren. Wie ärgerlich!

Da ich jedoch auch eine große Naschkatze bin und in meiner Zuckerfreiheit nicht auf Süßes verzichten möchte, bleibt mir ja nichts anders übrig. Und ich habe dazugelernt:

Halte dich bestmöglichst an das angegebene Mengenverhältnis

Zwischenzeitlich liegt meine Back-Erfolgsquote bei ca. 90%, zumal ich mich auch lieber an die einfach zubereiteten Rezepte halte.

Und dazu gehört auch dieses Früchtebrot, das ich auf der Rezept-Seite von Alnatura entdeckt habe. Obwohl es ein Hefeteig ist und natürlich etwas Zeit benötigt in der Zubereitung, ist es sehr unkompliziert und mir bislang immer gelungen. Wichtig ist, die Trockenfrüchte wirklich über Nacht ziehen zu lassen, damit das Brot schön saftig wird.

Einziges Manko bei dem Rezept: Die Trockenfrüchte setzen sich überwiegend in der unteren Hälfte der Kastenform ab. Gesetz der Schwerkraft eben! Die Süße ist damit unten etwas intensiver als oben, dem Gesamtgeschmack tut das jedoch keinen Abbruch.

 

 

Früchtebrot

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 14 Stunden 30 Minuten
Gericht: Frühstück, Nachspeise

Zutaten
  

  • 90 g Sultaninen
  • 80 g getrocknete Feigen
  • 40 g getrocknete Aprikosen (ohne Stein)
  • 30 g getrocknete Aprikosen (ungeschwefelt)
  • 30 g getrocknete Pflaumen (ohne Stein)
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe (20g) oder 1 Päckchen Trockenhefe (7g)
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. Koriander
  • 1 Msp. Muskatnuss
  • 60 g Haselnüsse
  • 1 TL Sonnenblumenkerne (zum Bestreuen)
  • 1 TL Sesam (zum Bestreuen)
  • etwas Öl (für die Backform)

Method
 

  1. Vorbereitung am Vortag
    Feigen, Dattel, Aprikosen und Pflaumen grob hacken. Alle Trockenfrüchte in einer Schüssel mit 300 ml Wasser übergießen und zugedeckt über Nacht stehen lassen. Anschließend die Früchte in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Das Wasser dabei in einer Schüssel auffangen.
  2. Teig zubereiten
    Hefe im Fruchtwasser auflösen. Dinkelvollkornmehl, Salz, Gewürze, restliches Wasser (100 ml) sowie das Hefewasser in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät ca. 2 Minuten zu einem geschmeidigen Teig keten. Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
    Dann die Trockenfrüchte und Haselnüsse zügig mit der Hand untermissen, den Teig in eine eingeölte Backform legen. Oberseite mit Sonnenblumenkernen und Sesam bestreuen und diese leicht andrücken. Wiederum zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.
  3. Brot backen
    Den Ofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot auf mittlerer Schiene 50-60 Minuten backen. Nach 5 Minuten Backzeit den Ofen auf 170 Grad runterschalten. Wenn das Brot eine schöne goldbraune Farbe bekommen hat, aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.