von Sandra Friedrich | 4. November 2022 | Bewusst essen
Die letzten Wochen hab ich einen unglaublichen Süßhunger. Nachdem ich immer wieder gesündigt habe, mit ’normaler‘ Schokolade und Keksen, bin ich über dieses Rezept gestolpert und wollte es sofort ausprobieren. Ich esse und koche leidenschaftlich gern mit Kichererbsen, doch damit backen?! Das war mir neu. Was soll ich sagen: Die Kichererbsen-Brownies sind mega lecker und haben keine 3 Tage überlebt. Springe zu Rezept
Dieses Rezept wandert auf jeden Fall in meine TOP 10 Liste von süßen und (fast) zuckerfreien Backwaren und wird noch öfter von mir gebacken werden.
Die Kichererbsen-Brownies sind trotz ihrer recht langen Zutatenliste super unkompliziert und schnell zubereitet. Die meisten Zutaten hat man ohnehin zuhause. Das Rezept ist ausgelegt für ein kleines Blech in der Größe (20x20cm). Möchtest du ein großes Blech füllen und mehrere Freunde damit verköstigen, dann empfehle ich das Rezept zu verdoppeln.
Veganes Backen
Die Kichererbsen-Brownies sind nicht nur beinahe zuckerfrei, sondern auch ausschließlich vegan. Das Leinmehl – alternativ sind hier auch geschrotete Leinsamen verwendbar – dient als Eiersatz; die ölige Kompente, also der Butterersatz, wird in Form von Nussmus beigefügt. Nussmuse (egal ob Haselnuss, Mandel oder Erdnuss) sind nicht nur lecker und verleihen dem Ganzen eine besonders Cremigkeit. Sie enthalten auch gesunde pflanzliche Proteine und größtenteils mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf unser Herz-/Kreislaufsystem auswirken.
Natürlich sind mal wieder Datteln enthalten. Wer mich kennt, weiß, dass ich Datteln ohnehin liebend gerne zum backen einsetze (am liebsten in meinem Dattel-Nuss Kuchen). Zusätzlich werden die Kichererbsen-Brownies mit Kokosblütenzucker gesüßt. Kokosblütenzucker gilt als niedrig-glykämisches Süßungsmittel und schont deshalb den Blutzuckerspiegel. Er wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt, schmeckt jedoch nicht nach Kokos, eher nach Karamell. Kokosblütenzucker fördert im Vergleich zu hoch-glykämischen Süssungsmitteln (dem gewöhnlichen Haushaltszucker) eine längere Energiebereitstellung, die länger sättigt und keine Zuckerhochs und -tiefs verursacht. Erfahre hier noch mehr Wissenswertes zum Kokosblütenzucker.
Kichererbsen als Nähr- und Vitalstoffquelle
Nicht nur das Kichererbsen sehr ballaststoffreich, damit gut für eine gesunde Verdauung sind, wirken sie nebenbei auch noch antioxidativ. Und die Kichererbse liefert eine hohe Menge pflanzliche Proteine (20 Gramm auf ca. 220g gekochte Kichererbsen) und weitere wichtige Nähr- und Vitalstoffe, die zur teilweisen Deckung unseren täglichen Folsäure-, Kupfer-, Eisen- und Zinkbedarfs beitragen. Das Ganze bei gemäßiger Kalorienmenge und ebenfalls einem niedrigen glykämischen Index. Super! 🙂
Wenn das mal nicht genügend Gründe sind die Kichererbsen-Brownies auszuprobieren.
Ich bin gespannt, wie sie dir schmecken und wünsche dir viel Freude beim Nachbacken.
- 1 EL Leinmehl oder gemahlene Leinsamen
- 8 Datteln
- 150 g Kichererbsen aus dem Glas
- 100 g zarte Haferflocken
- 200 ml Pflanzendrink
- 2 EL Kokosblütenzucker
- 2 EL Haselnussmus oder anderes Nussmus
- 1 TL Apfelessig oder Zitronensaft
- 1/2 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 1/4 TL gemahlene Vanille
- 3 EL rohes Kakaopulver
- 1 Prise Salz
- 50 g Kakaonibs oder dunkle Schokolade, gehackt
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backform (circa 20x20 cm) mit Backpapier auslegen. In einer kleinen Schüssel Leinsamen mit 3 EL warmem Wasser verrühren und mindestens 10 Minuten andicken lassen. Die Datteln ebenfalls in warmem Wasser mindestens 10 Minuten einweichen.
Kirchererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Haferflocken im Mixer fein mahlen. Dann mit Leinmehl, Datteln, Kichererben, Pflanzendrink, Kokosblütenzucker, Haselnussmus, Nüssen, Essig, Backpulver, Natron, Vanille, Kakao und 1 Prise Salz 30-60 Sekunden mixen, bis alles gut vermischt ist. Die Masse muss nicht sehr fein sein, doch Kichererben sollen nicht mehr ganz sein.
Am Ende die Kakaonibs unter die Masse haben, diese in die Form geben und glatt streichen.
Die Kichererbsen-Brownies im Ofen ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, um zu testen, ob der Kuchen schon fertig gebacken ist. Ansonsten ggf. noch ein paar Minuten weiterbacken. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
von Sandra Friedrich | 5. März 2022 | Bewusst essen
Mal wieder was Süßes!
Mein Lieblingskuchen-Rezept: Dattel-Nuss-Kuchen. Springe zu Rezept
Es war eines der ersten Rezepte, die ich entdeckt habe, als ich mich mit zuckerfreier Ernährung beschäftigt habe. Seitdem backe ich ihn regelmäßig zu den unterschiedlichsten Anlässen oder auch einfach (nur) für mich – wie gestern.
Der Dattel-Nuss-Kuchen ist super unkompliziert und schnell zubereitet; ein wahrer Rezept-Quickie. Der Kuchen lässt sich in alle möglichen Formen bringen – Kastenform, Springform oder Gugelhupfform. Für größere Spring- oder Gugelhupfformen (also > ∅24cm) empfehle ich das Rezept zu verdoppeln.
Variationen
- Ich verwende am liebsten Haftermilch. Auch Mandel- oder Dinkelmich sind gut verwendbar. Von Sojamilch würde ich abraten, da sie einen zu besonderen Eigengeschmack hat. Ich jedenfalls mag es nicht.
- Bei einer Haselnussunverträglichkeit lassen sich super gut auch Walnüsse verwenden.
- Für eine komplett vegane Variante ersetze die Butter durch Kokosöl und das Ei durch eine weitere halbe Banane oder einfach 1 EL gemahlenen Leinsamen.
Tipps für den Umgang mit der Kakaobutter
Die Kakaobutter bekommst du bei Alnatura und allen Supermärkte, die die Marke „Alnatura“ führen. Der Umgang damit erfordert etwas Übung. Also sei geduldig!
Im Winter ist es wirklich am besten die Kakaobutter in einer kleinen Schale für ca. 1-2 Stunden auf die Heizung zu stellen, einfach denn, wenn du mit dem Kuchen beginnst. Dann ist sie in jedem Fall geschmolzen, wenn der Kuchen ausgekühlt ist und hat eine richtig gute (nämlich nicht zu warme) Temperatur zum gießen.
Im Sommer bzw. dann wenn die Heizung aus ist, behelfe dir mit einem Wasserbad, das in keinem Fall zu heiß ist. Die Kakaobutter sollte nicht über 35 Grad erhitzt werden. Ich wähle meist eine noch schnellere Variante und stelle meine Schale mit dem Kakaobutter einfach für einige Sekunden auf die Herdplatte, solange bis ungefähr die Hälfte der Drops geschmolzen ist. Das funktioniert jedoch nur bei Nicht-Induktion.
Zuckerfrei kann auch lecker sein
In vielen Köpfen ist immer noch verankert, dass für einen wirklich guten Kuchen zwingend fein gemahlenes Weizenmehl, viel Zucker und Butter benötigt wird. Gerade in diesn Kreisen bringe ich den Kuchen besonders gerne mit. Als Paradebeispiel dafür, dass zuckerfrei wirklich richtig lecker sein kann.
Doch Geschmäcker sind ja unterschiedlich. Probiere das Rezept am besten selbst aus.
Ich bin gespannt, wie er dir schmeckt und ob dein Umfeld darauf kommt, dass er zuckerfrei ist. 🙂
Für den Rührteig
- 300 ml Pflanzenmilch
- 275 g Dinkel(vollkorn)mehl
- 225 g Datteln
- 100 g weiche Butter (alternativ Kokosöl)
- 75 g Haselnüsse gehackt
- 2 Bananen reif
- 1 Ei (alternativ eine weitere ½ Banane oder 1 EL gemahlener Leinsamen)
- 1 TL Natron
- ½ Päckchen Backpulver
- etwas Butter oder Kokosöl und gemahlene Haselnüsse zum Einfetten der Backform
Für die Schokoglasur
- 50 g Kakaobutter
- 35 g Kakaopulver
- 1 TL Nussmus
Die Datteln klein schneiden und zusammen mit dem Natron und der Milch in einen Kochtopf geben. Kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.
Das Mehl und die weiche Butter in eine große Schüssel geben und verrühren. Das Ei, die zerdrückten Bananen, die gehackten Nüsse sowie die Dattel-Milch-Mischung hinzugeben und unterrühren.
Eine Kastenform oder eine 24er fetten, mit gemahlenen Haselnüssen bestreuen und den Teig hineingeben.
Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze mindestens 50 Minuten backen und in der Backform vollständig auskühlen lassen.
WICHTIG! Je nach Backform und Backofen kann die Backzeit variieren. Deshalb mache bevor du den Kuchen aus dem Ofen nimmst lieber den Stäbchentest: Ist das Holzstäbchen sauber, ist der Kuchen fertig ist.
Wenn der Kuchen ausgekühlt ist: Die Kakaobutter sanft erwärmen; im Winter einfach auf die Heizung stellen, im Sommer erwärme ich sie im Wasserbad auf kleiner Flamme. Kakaobutter schmilzt bereits bei 30 Grad. Nussmus und Kakaopulver unter die geschmolzene Kakaobutter rühren. Idealer Gießpunkt der Schokomasse liegt bei 30 bis 33°Grad. Wenn die Schokomasse zu flüssig, also zu warm ist, fließt sie davon und haftet nicht auf dem Kuchen. Deshalb lieber etwas warten.
von Sandra Friedrich | 2. März 2022 | Bewusst bewegen, Bewusst leben
„Leben jeden Tag als ob es dein Letzter wäre.“ Wer kennt dieses Sprichwort nicht. Doch lässt sich das jeden Tag umsetzen? Eine bewusste Morgenroutine ist dafür ein guter Anfang. Denn wie wir unseren Tag starten hat große Auswirkungen auf unsere Energie und die Stimmung des gesamten Tages.
Eine ganz ‚normale‘ Morgenroutine
Liegen bleiben, auch wenn dein Wecker schon 3x geklingelt hat, dann Zähne putzen, duschen, Radiohören im Bad, Handy checken oder auch Social Media, Kinder wecken, frühstücken, Kaffee trinken, Zeitung lesen, Brote für die Kinder schmieren, Kinder zur Schule bringen… und dann rein in den Arbeitsalltag.
Wie sieht deine Morgenroutine momentan aus?
- Welche Tätigkeiten davon machst du bewusst?
- Welche tun dir gut, also schenken dir positive Energie?
- Welche tust du nur für dich?
Meistens verläuft unsere Morgenroutine ganz unbewusst. So ist das mit Dingen, die wir schon seit Jahren so machen. Wir denken nicht mehr darüber nach, machen einfach das was ansteht. Ich nenne das Hamsterrad. Denn so geht es im Zweifel den ganzen Tag weiter.
Wir treffen kaum bewusste Entscheidungen. Vielleicht noch darüber, was wir essen wollen. Manchmal jedoch wird uns sogar das vorgegeben, durch eine Kantine oder die eigene Familie. Wir erledigen einfach die Dinge, die eben erledigt werden müssen.
Neue Morgenroutine etablieren
Versteh‘ mich nicht falsch. Es ist partout nicht schlecht. Routinen sind ja dafür da, uns Entscheidungen abzunehmen und uns Sicherheit zu geben. Und es gibt auch einfach viele Dinge, die zu erledigen sind. Doch was wir machen dürfen, ist es, unsere langjährigen Routinen zu hinterfragen.
- Stärken mich meine bisherigen Routinen?
- Was gibt mir Kraft und neue Energie?
- Wie kann ich diese Dinge in meinen Alltag einbauen?
Bringe damit Bewusstsein in deine Routinen und schmeiße die Routinen, die dir nicht gut tun und nicht zwingend sein müssen, über Bord.
Verabschiede dich von Gewohnheiten, die dir nicht gut tun
Ein Beispiel: Snozzen. Dein Wecker klingelt. Du wälzt dich im Bett, magst einfach nicht aufstehen. Schlägst ihn mehrfach aus. 20 Minuten später quälst du dich schließlich etwas matschig und frustig aus dem Bett und bist nicht wirklich motiviert für diesen Tag. Eins ist garantiert: Nach dem Gesetz der Anziehung wird es dann auch kein guter Tag werden.
Versuche stattdessen früher ins Bett zu gehen und dadurch morgens besser und früher rauszukommen. Frag’ dich selbst: Bist du abends zwischen 22 und 24 Uhr noch produktiv? Was tust du, was du nicht am nächsten Morgen in aller Frische tun könntest?
Früh aufstehen – Vata-Zeit nutzen, um in den Tag zu starten
Für mich war das frühere Aufstehen der Gamechanger. Nicht zuletzt hat das Ganze auch etwas mit Ayurveda und der Dosha-Uhr zu tun. Das würde jetzt jedoch den Rahmen sprengen und wird Thema eines separaten Blog-Artikels sein.
Auch wenn es, gerade im Winter, nicht immer einfach ist die warme kuschelige Höhle zu verlassen. Ich weiß, an den Tagen, an denen ich früh und unmittelbar mit meinem Wecker aufstehe, meine energetisierende Morgenroutine mache, bin ich wesentlich produktiver. Dinge fallen mir leichter. Ich bin zufriedener.
Also stehe ich – verdammt nochmal – gleich auf, wenn es klingelt 😉
Geduldig bleiben
Überfordere dich nicht und erwarte nicht zu viel. Jede Veränderung braucht Zeit. Um eine Morgenroutine nachhaltig zu etablieren beginne mit nur einer neuen Sache für ca. 5-10 Minuten. Erst wenn es es für einige Wochen gut klappt, nehme eine weitere Routine hinzu. Und so steigere dich, wie es sich für dich gut anfühlt.
„Wahres Yoga dreht sich nicht um die Form deines Körpers,
sondern um die Form deines Lebens.“
Aadil Palkhivata
9 Tipps für deine eigene Morgenroutine
Ich stelle dir einige Möglichkeiten vor, von denen ich selbst mittlerweile sehr viele in meiner eigenen Morgenroutine eingebaut habe. Schaffe dir dein ganz individuelles morgendliches Ritual.
Wähle Tätigkeiten dir die helfen, den Tag voller Energie und Fülle zu beginnen, mit denen du dich wohlfühlst und die du gut in deinen Alltag integrieren kannst.
1. Zähne putzen & Zunge schaben
Über Nacht sammeln sich im Mund Schlackenstoffe an, die wir nicht wieder runterschlucken, sondern möglichst zeitnah nach dem Aufstehen ausspülen möchten. Zähne putzen steht ohnehin schon auf der morgendlichen ToDo-Liste. Eine sinnvolle Ergänzung dazu ist das Zungenschaben, mit dem du auch von deiner Zunge Beläge und Bakterien gut entfernen kannst. Beugt außerdem Mundgeruch vor.
2. Neti bzw. Nasendusche (Reinigung von Nasen- und Rachenraum)
Super zur kalten Jahreszeit, bei Erkältungen, verstopfter Nase oder bei generell trockenen Nasenschleimhäuten. Die Spülung mit warmem Salzwasser löst Staub, Pollen und Verkrustungen, befeuchtet die Nasenschleimhaut und stärkt ihre Abwehrfunktion.
Vielleicht ist dir bislang nur die Nasendusche ein Begriff. Ich schwöre auf die Reinigung mit dem Neti Pot, da einfacher und hygienischer.
3. Lauwarmes Wasser trinken
Über Nacht ruhen unsere Verdauungsorgane, unser ganzes Verdauungssystem fährt runter. Um es morgens sanft zu wecken, vorzubereiten auf dein Frühstück, auf den Tag, ist es super erstmal ein Glas lauwarmes Wasser (ungefähr in Körpertemperatur) zu trinken. Lauwarm deswegen, weil unsere Verdauung keine Energie aufbringen muss um heißes Wasser runter zu kühlen oder zu kaltes Wasser zu erwärmen.
Übrigens solltest du die Hälfte deines Tagesbedarfs an Flüssigkeit bereits bis zum Mittag getrunken haben.
4. Intention setzen
Starte deinen Tag mit einer bewussten Absichtserklärung, einem festen Entschluss. Stelle dir vor mit welcher Energie, du durch deinen Tag gehen möchtest und formuliere einen konkreten Satz. Verbinde dich dabei mit deinem Herzraum. Lass die Intention aus deinem Herzen kommen und wiederhole den Satz mehrmals im Stillen. Damit richtest du dein Bewusstsein ganz gezielt in die von dir gewollte Richtung.
Hier einige Beispiele für eine Intention:
Ich gehe mit Leichtigkeit durch den Tag.
Ich richte meinen Fokus auf Möglichkeiten und Lösungen.
Ich bin voller Vertrauen.
Ich bleibe bei mir.
Ich treffe mutige Entscheidungen.
Ich wachse heute über mich hinaus.
Ich bin neugierig und offen für Neues.
Ich bestimme meine Grenzen.
Rufe dir deine Intention im Laufe des Tages immer wieder in Erinnerung und bleibe fokussiert.
5. Visualisieren
Eine wundervolle und ganz einfache Übung:
„Finde einen bequemen Sitz und schließe deine Augen. Dann visualisiere dir deinen perfekten Tag. Beginne damit was passiert, wenn du deine Morgenroutine beendet hast. Wer die heute begegnet? Welche positiven Nachrichten du erhältst oder selbst verkünden kannst? Welche Türen sich öffnen? Welche Möglichkeiten bieten sich dir heute in einer beruflichen oder privaten Situation? Male dir deinen perfekten Tag in den schönsten und buntesten Farben. Sei nicht zurückhaltend, sondern träume groß. Nimm diese wunderbare Energie und dein Lächeln auf den Lippen mit in deinen perfekten Tag.“
6. Bewegung
„Auch Katzen strecken und recken sich morgens erstmal nach dem Aufstehen“ hat mal eine Physiotherapeutin zu mir gesagt.
Bewegung mobilisiert und energetisiert und hält unseren Körper gesund und fit. Mit Bewegung in den Tag starten gibt ein gutes Gefühl und es aktiviert unseren Körper.
Suche dir etwas aus, was dir wirklich Spaß macht, denn nur so wirst du es auch nachhaltig in deine Morgenroutine und in deinen Alltag integrieren können, zum Beispiel:
- Yoga (ein Beispiel für einen Morning Flow findest du auf meinem YouTube-Kanal)
- Stretching
- Joggen oder Walken
- ein Spaziergang in der Natur
- Tanzen auf deinen aktuellen Lieblingssong
7. Atmen
Unsere Atmung. So unbewusst und doch überlebensnotwendig. Im Alltag atmen wir oft unbewusst, meist zu flach und zu kurz. Dabei ist unsere Atmung so wesentlich für die Funktion aller Organe und die Entspannung unseres Nervensystems.
Deshalb schenke dir morgens ein paar ganz bewusste Atemzüge:
In einem aufrechten bequemen Sitz (auf deinem Meditationskissen oder einem Stuhl) lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung. Beobachte ihn erstmal, am besten mit geschlossenen Augen, um deine Aufmerksamkeit ganz nach innen zu richten.
Atmest du in den Bauch oder in die Brust? Ist dein Atem flach oder tief, schnell oder langsam, laut oder leise?
Dann lassen deinen Atem durch die Nase ein und wieder ausfließen und beginne deine Atemzüge im Stillen zu zählen. Auf 4 atmest du ein; auf 8 ganz langsam wieder aus.
Ist die Ausatmung auf 8 zu lange, dann beginne mit einer Ausatmung auf 6 und arbeite dich langsam ran an die 8.
Bleibe für 10-20 Atemzüge in diesem Rhythmus und spüre wie sich dein Puls, dein Körper und dein Geist beruhigen.
8. Journaling
Schreiben hat eine heilsame Wirkung. Schreiben macht Unbewusstes bewusst. Deshalb schreibe deine Ziele und Wünsche für den Tag, für die kommende Woche auf. Es gibt wundervolle Journals auf dem Markt, die bereits eine Struktur vorgeben oder du gestaltest dir dein ganz individuelles Notizbuch.
Fragen, die du dir während des Journalings stellen kannst:
- Wofür bin ich dankbar?
- Mit welchem Gefühl, welcher Qualität möchte ich heute in den Tag gehen (deine Intention)?
- Wofür möchte heute losgehen? Für was möchte ich mich stark machen?
- Was ich heute dazu beitragen um einen Unterschied auf dieser Welt zu machen?
- Was sind meine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele?
9. Lesen
Wenn du gerne liest, dann nimm dir morgens Zeit einige Seiten aus deinem Lieblingsbuch zu lesen. Mache dir einen Tee und mache es dir auf dem Sofa, im Sessel gemütlich. Genieße die Ruhe mit einer schönen inspierenden Geschichte oder einem Sachbuch, das dich in deiner persönlichen Entwicklung weiterbringt. Etwas, dass dich positiv in den Tag schickt und begleitet (nicht die Zeitung ;-)).
Fazit
Warum ist eine bewusste Morgenroutine wichtig?
Du setzt damit den Grundstein für die Stimmung deines restlichen Tages.
Du bist motivierter und produktiver. Dinge gehen dir leichter von der Hand. Das macht dich zufriedener in allen Lebensbereichen und diese positive Energie strahlst du aus.
Du tust dir etwas Gutes, indem du dir selbst schenkst Zeit und Aufmerksamkeit schenkst.
Dran bleiben und Spaß haben
Wähle die Tätigkeiten, die du gerne tust. Deine Morgenroutine soll positiv sein. Sie soll dir Spaß bringen.
Überfordere dich nicht und nehme dir Zeit. Beginne mit nur einer neue Sache für ca. 5-10 Minuten. Wenn es für einige Wochen gut klappt, dann erst nehme eine weitere Routine hinzu.
Hinterfrage deine Routinen immer wieder Routinen. Tut mir das gut, was ich da tue? Unsere Bedürfnisse ändern sich im Laufe der Jahre. Was vor einigen Jahren noch geklappt hat, funktioniert heute vielleicht nicht mehr.
Deshalb bleibe immer neugierig. Andere deine Routinen, wenn du das Gefühl hast, dass sie dir nicht mehr gut tun. Probiere Neues aus und habe Spaß daran!
Von Herzen alles Liebe
Sandra
von Sandra Friedrich | 14. Dezember 2021 | Bewusst leben
Mit der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel beginnt eine ganz besondere Zeit – die magischen Rauhnächte.
Die Rauhnächte entstammen einer sehr alten Traditionen und werden auch als die „12 heiligen Nächte“ bezeichnet.
Sie beginnen in der heiligen Nacht, der Nacht vom 24.12. auf den 25.12. und enden in der Nacht vom 05.01. auf den 06.01.
Eine Zeit, in der wir eingeladen sind, zur Ruhe zu kommen, mal Pause zu machen von unserem Alltag. Still zu werden, um in uns hinein zu lauschen. Und dabei vielleicht Antworten auf wichtige Fragen in unserem Leben zu finden. Es ist eine Zeit, um uns unseren Träumen und Visionen zu öffnen. Neue Inspirationen zu finden und stärkende Routinen für den Alltag zu etablieren.
Werde zur Schöpferin deiner Träume
Welche Wünsche schlummern noch in dir? Was möchtest du unbedingt erleben?
Erschaffe dir Routinen, die dich genau dieser Vision von deinem besten Jahr, deinem besten Leben, Tag für Tag ein Stückchen näher bringen. Damit legst du bewusst einen Samen für etwas Neues.
Pflege ihn durch deine Routinen, lass ihn wachsen und zum Beginn einer Transformation werden.
Damit Neues beginnen kann, darf Altes zu Ende gehen
Um Platz zu haben für Neues, ist es wichtig, alte Dinge abzuschließen. Nutze die Tage vor Beginn der Rauhnächte (man sagt sogar besser noch vor der Wintersonnwende, also am 21. Dezember) also um Ordnung zu schaffen – im Inneren als auch im Äußeren. Bringe die Dinge wieder an ihren Platz, so dass sie dich nicht mehr ablenken. Begleiche offene Rechnungen. Gebe Geliehenes zurück. Löse bestehende Streitigkeiten auf.
Und dann richte den Blick ganz bewusst auf dein vergangenes Jahr. Schreibe die Dinge, vor allem die Gefühle, die du endgültig loslassen möchtest, auf ein Blatt Papier.
Lass los und mach dich frei
Diese Fragen können dir dabei helfen:
Wie fühlst du dich, wenn du an das Jahr 2021 denkst?
Was war schön in diesem Jahr?
Was hat sich wesentlich verändert oder ist alles geblieben?
Was hast du gelernt, wofür bist du dankbar?
Welche Ereignisse waren besonders einschneidend?
Was waren deine größten Herausforderungen im letzten Jahr? Hättest du gerne anders gehandelt? Wenn ja, wie?
Welche Aha-Momente / Erkenntnisse hattest du?
Nehme dir die Zeit, die du brauchst. Wenn du fertig bist, falte das Blatt und verbrenne es feierlich in einem Tontopf oder eine Metallschale.
Stelle dir dabei vor wie die Energien, die du mit dem Geschriebenen verbindest, sich im Feuer auflösen, in die Atmosphäre aufsteigen und dich damit frei machen.
Das Ritual der 13 Wünsche
Rund um die Rauhnächte gibt es viele Rituale. Das Ritual der 13 Wünsche ist für mich das Schönste. Ich freue mich jetzt schon darauf, es wieder zu zelebrieren.
Dazu überlegst du dir bis zur Wintersonnwende, also dem 21. Dezember, 13 Herzenswünsche für das neue Jahr. Jeden Wunsch schreibst du auf einen kleinen Zettel. Verwende dafür positive Formulierungen, also „Ich bin/habe…“ statt „Ich möchte nicht mehr…“.
Formuliere einfach aus vollstem Herzen heraus, so als ob deine Wünsche bereits in Erfüllung gegangen sind.
Träume groß
Die klein gefalteten 13 Zettel legst du schließlich in ein Glas oder eine kleine Box. In jeder der Rauhnächte, du beginnst am 24.12., ziehst du einen Zettel und legst ihn in beide Hände. Werde für einen Moment still. Ohne den Zettel zu öffnen und zu lesen, verbrennst du ihn schließlich.
Am 5. Januar ziehst und verbrennst du deinen vorletzten Wunschzettel. Denn einer bleibt übrig. Der darf von dir im kommenden Jahr selbst erfüllt werden. Also bewahre ihn gut auf.
Die besondere Energie der Rauhnächte
Es heißt, dass wir in diesen zwölf Tagen die zwölf Monate des neuen Jahres beeinflussen und gestalten können. Jeder Tag steht für einen Monat und ein Thema:
25. Dezember // Monat Januar // Grundlagen & Wurzeln
Was möchte ich im neuen Jahr erreichen und verwirklichen? Welchen Samen möchte ich sähen?
26. Dezember // Monat Februar // Innere Weisheit
Welche Fragen brennen in mir? Was bedeutet es für mich, meinen inneren Frieden zu finden?
27. Dezember // Monat März // Herzöffnung
Was lässt mein Herz strahlen? Was erfüllt mich?
28. Dezember // Monat April // Auflösung
Welche alten Gewohnheiten möchte ich verändern? Wer oder was schenkt mir Energie? Wer oder was raubt mir Energie?
29. Dezember // Monat Mai // Freundschaft & Selbstliebe
Wer tut mir gut? Wie kann ich „Ja“ zu mir selbst sagen?
30. Dezember // Monat Juni // Rückschau
Wovon kann ich mich befreien? Wann fühle ich mich frei und leicht in meinem Leben?
31. Dezember // Monat Juli // Inneres Kind, innere Stimme
Welche Verbindung habe ich zu meinem inneren Kind? Kenne ich meine Bedürfnisse?
1. Januar // Monat August // Neubeginn
Vertraue ich mir selbst? Wo schränke ich meine Vorstellungen von Fülle ein?
2. Januar // Monat September // Neuorientierung, Geduld
Was brauche ich, damit es mir gut geht? Welche positiven Gewohnheiten möchte ich in meinen Alltag integrieren?
3. Januar // Monat Oktober // Verbindung mit dem Göttlichen
Was liegt mir am Herzen? Was möchte ich in diesem Leben noch vollbringen? Bin ich mit mir selbst im Frieden?
4. Januar // Monat November // Abschied
Was ist endgültig vorbei und möchte nun losgelassen werden?
5. Januar // Monat Dezember // Aufbruch
Was belastet mich noch? Welchen Weg werde ich im neuen Jahr gehen?
Befasse dich an den Tagen mit diesen Themen. Notiere dir Gedanken, Antworten, Geschehnisse des Tages in kurzen Stichpunkten in deinem Journal.
Kreiere damit dein neues Jahr
Zu jedem Monatsanfang werfe dann wieder einen Blick in dein Journal. Lese dir noch einmal deine Gedanken durch. Tauche ein in die entsprechende Rauhnacht. Verbinde dich mit deren Energie und mache sie fruchtbar, dadurch, dass du deiner Saat Monat für Monat Aufmerksamkeit und Pflege schenkst.
Ich wünsche dir von Herzen eine wundervolle Reise durch die Rauhnächte, eine wundervolle und ehrliche Reise zu dir selbst!
Das war nur ein kleiner Einblick in die Welt der Rauhnächte. Wenn du eintauchen möchtest in die Magie, empfehle ich dir einfach anzufangen. Wenn du nicht so viel Zeit hast, dann stress dich nicht und such dir einfach ein Ritual aus. Das was sich für dich gut anfühlt, zelebriere es mit Achtsamkeit und aus vollem Herzen!
Und wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, dann schau bei Anja Plattner vorbei. Sie hat eine wundervolle Seite mit viel Wissenswertem und tollen (auch kostenlosen) Angeboten rund um die Rauhnächte (Achtung: unbezahlte Werbung!). 🙂
Von Herzen alles Liebe
Sandra
von Sandra Friedrich | 11. Dezember 2021 | Bewusst essen
Falls du noch auf der Suche nach einem schnellen und einfachen Weihnachtsbackrezept bist, kann ich dieses Rezept sehr empfehlen: Lebkuchen ohne Mehl, dafür mit Nüssen und Marzipan Springe zu Rezept
Ich bin definitv keine leidenschaftliche Bäckerein und schon gar nicht von Weihnachtsgebäck. Der schlimmste Fall sind für mich Ausstecher-Plätzchen, deren Teig zwar schnell fertig ist, dafür das Ausstechen ewig dauert und eine fiese Fitzelei ist.
Die Lebkuchen ohne Mehl dagegen sind wirklich schnell zubereitet, nicht nur der Teig. Mit einem Teelöffel lässt sich der Teig ruckzuck auf den Oblaten verteilen.
Und für den Schokoüberzug habe ich auch noch einen super Tipp: Einfach mit einem Zahnstocher den Lebkuchen von unten aufpicksen und kopfüber in die Glasur tunken. Abkühlen lassen und fertig!
Ideal als kleiner Advents- oder Weihnachtsgruß
Ich habe während der letzten Wochen einige Bleche der Lebkuchen ohne Mehl gebacken und wie schon im letzten Jahr als lieben Adventsgruß an Freunde und Familie versandt. Vielleicht magst ja auch du deinen Lieben noch eine kleine Freude bereiten.
Das Rezept ist ursprünglich für den Thermomix gedacht und ich nutze meinen auch dafür. Es funktioniert jedoch auch sehr gut ohne oder mit einem anderen Mixer, sofern du einen zuhause hast. Ich habe dir unten beide Zubereitungsvarianten aufgeführt.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und vor allem noch eine wundervolle Adventszeit!
Alles Liebe…
Für den Lebkuchenteig:
- 200 g Haselnüsse oder Mandeln (ganz oder gemahlen)
- 100 g Marzipan
- 3 Eiweiß
- 40 g Zucker
- 50 g Orangenmarmelade
- 2 gestr. TL Lebkuchengewürz
- 1 gestr. TL Zimt
- 1 Msp. Hirschhornsalz
Außerdem:
- Oblaten Durchmesser 50mm
- 200 g Zartbitterkuvertüre
- 1 Zahnstocher
Zubereitung im Thermomix: Haselnüsse oder Mandeln in den Mixtopf geben und 10 Sek. auf Stufe 7 mahlen und dann umfüllen. Nun das Marzipan im Mixtopf 5 Sek. auf Stufe 5 zerkleinern. Haselnüsse und alle restlichen Zutaten zugeben und ca. 15 Sek. auf Stufe 4 vermengen.
Zubereitung ohne Thermomix: Das Marzipan in ganz kleine Würfel schneiden. Mit dem gemahlen Haselnüssen oder Mandeln und allen restlichen Zutaten in einer Schüssel mit dem Handrührgerät verrühren.
Den Ofen bei 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Einen Teelöffel Teig auf die Oblate geben und glatt streichen. Der Teig reicht für ca. 35 Oblaten, die alle auf einem großes Blech Platz haben. Das Blech auf mittlerer Schiene ca. 15-18 Minuten backen.
Während die Lebkuchen im Ofen sind die Kuvertüre in einem schmalen Gefäß im Wasserbad schmelzen. Die Kuvertüre lässt sich am schnellsten und schönsten auf dem Lebkuchen verteilen, in dem du den Lebkuchen von unten mit einem Zahnstocher aufpickst und ihn kopfüber kurz in die Kuvertüre tauchst. Die Lebkuchen sollten dafür ausgekühlt sein.
Dieses Rezept ist ursprünglich für den Thermomix gedacht. Es geht jedoch auch genauso gut ohne oder mit einem anderen Mixer, sofern du einen zuhause hast.
Ich habe dir oben beide Zubereitungsvarianten aufgeführt.